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Corona-Zahlen steigen weiter

Münster (SMS) Deutlicher Anstieg von Neuinfektionen mit dem Coronavirus: Aufgrund der erhöhten Infektionszahl innerhalb einer münsterschen Großfamilie ergreift die Stadt nun restriktive Maßnahmen in deren Umfeld. Die infizierten Familienmitglieder, die in verschiedenen Häusern bzw. Straßen im Stadtteil Angelmodde wohnen, wie auch enge Kontaktpersonen werden zur Quarantäne verpflichtet, die Isolation der Familienmitglieder mit Unterstützung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) engmaschig kontrolliert und durchgesetzt. Weitere Tests werden folgen. Infektionsketten zu Personen, mit denen die Infizierten in Kontakt standen, werden in diesen wie auch in allen anderen Ansteckungsfällen von den „Containment-Scouts“ des Gesundheitsamtes intensiv nachverfolgt. So sollen durch Quarantäne-Anordnungen weitere Infektionen verhindert werden. Wegen vier betroffener Kinder hat das Gesundheitsamt mit zwei benachbarten Schulen abgeklärt, dass dort keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.
Im Zuge des Verfahrens wird jedoch der Spielplatz „Middelkamp“ kurzfristig gesperrt. In den vergangenen Tagen hatten sich hier laut Beschwerden mehrere Angehörige der betroffenen Familie dauerhaft aufgehalten, ohne den erforderlichen Abstandsregeln zu entsprechen.
Wolfgang Heuer, Leiter des Corona-Krisenstabs, dazu: „Wir beobachten die Situation hier sehr genau und ergreifen alle notwendigen Maßnahmen. Die Corona-Regeln gelten für alle gleich, da besteht kein Diskussionsbedarf.“ Heuer weist auf die fortbestehende Ansteckungsgefahr hin und die Verhaltensweisen, die dagegen helfen: „Abstand halten, Hände waschen, Mund-Nase-Bedeckung tragen und die Kontakte möglichst gering halten.“
Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Corona-Fälle im Stadtgebiet liegt derweil mit Stand 14.5. bei 668, also um 19 Fälle höher als noch am Vortag. Davon sind 617 Patienten wieder genesen. Somit gelten aktuell wieder 38 Münsteranerinnen und Münsteraner als betroffen. 13 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind verstorben.
Die Krankenhäuser behandeln zurzeit 13 Corona-Patienten, davon zehn auf Intensivstationen. Aktuell müssen sechs Personen beatmet werden. Am 14.5. um 15 Uhr waren auf den Intensivstationen der Stadt 49 Betten frei.
Am Montag nahm der kommunale Ordnungsdienst (KOD) in Münster 61 Kontrollen vor, dabei wurden 15 Verstöße gegen die Anti-Corona-Vorgaben festgestellt.
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