Cottbuser Ostsee wird wieder geflutet

Cottbus – Die Talsperre Spremberg hat ihr Stauziel nahezu erreicht. Überschüssiges Wasser im Spreegebiet kann ab sofort für die Flutung des Cottbuser Ostsees genutzt werden. In den Vorjahren war dies erst deutlich später möglich.

 

Die Abflüsse im Spreegebiet bewegen sich weiterhin auf einem guten Niveau. Zum einen wirken die ergiebigen Niederschläge von Ende August noch nach, zum anderen haben die Teichwirtschaften in Brandenburg und Sachsen mit dem Ablassen ihrer Teiche begonnen. An allen Pegeln im brandenburgischen Spreegebiet werden die Mindestabflüsse eingehalten.

So beträgt beispielsweise der Abfluss am Pegel Leibsch UP aktuell 7,9 Kubikmeter pro Sekunde (Stand 15.09.2021) und liegt damit deutlich über dem Mindestabfluss von 4,5 Kubikmeter pro Sekunde. Der Wasserstand der Talsperre Spremberg erreichte einen Wasserstand von 91,92 Meter über NHN (Normalhöhennull, Stand 15.09.2021) und ist nur noch wenige Zentimeter vom Stauziel entfernt (92,0 Meter über NHN). Da insbesondere für den sächsischen Teil des Spreeeinzugsgebiets Niederschläge ankündigt sind, wird die Abgabe der Talsperre Spremberg leicht erhöht, um eine Überschreitung des Stauziels zu vermeiden.

Nachdem bereits Anfang September ein erfolgreicher Testlauf zur Flutung des Cottbuser Ostsees durchgeführt werden konnte, wird nun die Flutung regulär fortgesetzt. Die zusätzlich durch die Talsperre Spremberg abgegebene Wassermenge in der Größenordnung von circa 0,4 Kubikmeter pro Sekunde wird in Cottbus aus der Spree in den Hammergraben abgeschlagen und kann dann für die Flutung genutzt werden. In welchem Maße die Flutung in den kommenden Wochen fortgesetzt werden kann, hängt vor allem vom Niederschlagsgeschehen ab und welche Wassermengen zur Sicherung anderer Nutzungen erforderlich sind. Durch den sehr komfortablen Füllstand der Talsperre Spremberg stehen die Vorzeichen aber gut, dass auch in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder Wasser für die Flutung des Cottbuser Ostsees bereitgestellt werden kann.

Die Verfügbarkeit von Wasser für die Flutung wird wöchentlich zwischen der Flutungszentrale Lausitz, der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, der Landesdirektion Sachsen und dem brandenburgischen Landesamt für Umwelt unter Zuhilfenahme eines Flutungs- und Steuerungsmodells abgestimmt.

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