Dahme-Spreewald: Aktuelle Corona-Lage

Covid-19: Aktuell zwei tatsächlich Infizierte in Dahme-Spreewald

Land verlängert Umgangsverordnung und Quarantäneverordnung bis 4. September

 

Das Gesundheitsamt hat dem Corona-Verwaltungsstab des Landkreises heute abermals einen tagesaktuellen Überblick zur Ausbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 gegeben. In Dahme-Spreewald sind mittlerweile 269 Corona-Patienten wieder genesen. Vom Labor bestätigt wurden insgesamt 279 positive Fälle der Infektion. Nach wie vor sind acht Todesfälle zu beklagen. Damit sind derzeit noch zwei Personen tatsächlich erkrankt, von denen sich keine in stationärer Behandlung befindet.

 

Die jüngsten Infektionsfälle stehen alle nicht im Zusammenhang mit der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH. Bei den letzten sechs positiv getesteten Personen im Landkreis Dahme-Spreewald – davon sind vier Infizierte bereits wieder genesen – handelte es sich um Reiserückkehrer aus Kroatien, Mazedonien sowie der Türkei, Bolivien und Montenegro – die drei letztgenannten Länder sind aktuell vom Bundesgesundheitsministerium, Auswärtigen Amt und Bundesinnenministerium eingestufte Risikogebiete.

 

Folgendes Bild der Erkrankten (davon Genesene / Verstorbene) ergibt sich in den Kommunen: Königs Wusterhausen 92 (86/6), Schönefeld 51 (51/0), Zeuthen 23 (23/0), Lübben 20 (20/0), Wildau 17 (17/0), Mittenwalde 12 (12/0), Amt Schenkenländchen 9 (9/0), Gemeinde Heidesee 9 (9/0), Gemeinde Bestensee 8 (8/0), Gemeinde Schulzendorf 8 (6/0), Gemeinde Märkische Heide 7 (6/1), Amt Unterspreewald 6 (6/0), Amt Lieberose/Oberspreewald 6 (6/0), Stadt Luckau 5 (4/1), Eichwalde 5 (5/0) und Gemeinde Heideblick 1 (1/0).

 

Landesregierung verlängert Corona-Verordnungen

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen hat die Landesregierung die Brandenburger Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus mit kleinen Anpassungen bis zum 4. September verlängert. Das betrifft die SARS-CoV-2-Umgangsverordnung und die SARS-CoV-2-Quarantäneverordnung. So wird unter anderem die angekündigte Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Schulgebäuden und Horten in die Umgangsverordnung aufgenommen. Dies gilt jedoch nicht für Unterrichtsräume.

 

Zentraler Kern aller nun um drei Wochen verlängerten Maßnahmen zum Schutz vor einer Corona-Infektion bleiben die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. So ist jede Person weiter aufgefordert, die allgemeinen Hygieneregeln und Hygieneempfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) zur Vorbeugung von Infektionen zu beachten. Dazu zählen besonders regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Husten und Niesen am besten in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge, Vermeiden von physischen Kontakten wie Händeschütteln und Umarmungen bei Begrüßung oder Verabschiedung, regelmäßiges Lüften aller Aufenthaltsräume. Neben dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gehört das Abstand halten weiterhin zu den wichtigsten Verhaltensmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Deshalb ist zwischen Personen im öffentlichen und privaten Bereich weiter grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

 

Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald weist darauf hin, dass mit der heute neu in Kraft getretenen Umgangsverordnung auch die bereits gelockerten Besuchsbeschränkungen in Pflegeeinrichtungen bestehen bleiben. Dazu zählt etwa das notwendige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die Einhaltung des Abstandgebots, Zugangsbeschränkungen (Voranmeldungen) oder das Erfassen von Personendaten in Anwesenheitslisten.

 

Ebenfalls unverändert gilt das Verbot von Großveranstaltungen wie Volksfesten, Konzerten oder Sportevents mit mehr als 1.000 Personen bis vorerst zum 31. Oktober 2020. Neu hingegen ist die Regelung, dass in die Brandenburger Großveranstaltungsverbotsverordnung jetzt eine Ausnahmemöglichkeit zugunsten von Autokino-Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Anwesenden aufgenommen wurde. So kann das Gesundheitsamt nun auf Antrag im Einzelfall Ausnahmen für Autokinos, Autotheater, Autokonzerte und vergleichbare Veranstaltungen zulassen. Zu sämtlichen erhaltenen und geänderten Reglungen in den nun verlängerten Corona-Landesverordnungen informiert die Potsdamer Staatskanzlei über ihren Internetauftritt.

 

Corona-Tests für Kitas und Schulen

Für den Bereich der Kitas und Schulen, an denen nun wieder der Regelbetrieb herrscht, hatte die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) kürzlich mit dem Gesundheits- und dem Bildungsministerium des Landes die Umsetzung der Brandenburger SARS-CoV-2-Teststrategie vereinbart. Somit kann sich Personal aus Kitas und Schulen vom 3. August bis zum 30. November bis zu sechsmal freiwillig auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 testen lassen. Eine Stichprobe von bis zu einem Prozent der Kita-Kinder und Schüler kann vom 10. August bis zum 31. August einmal getestet werden.

 

Die Untersuchung ist für die zu Testenden kostenfrei. Sie müssen dafür lediglich den vollständig ausgefüllten und abgestempelten Berechtigungsschein (der die genauen Zeiträume für die Probenentnahmen enthält) des Arbeitgebers bzw. der besuchten Einrichtung (Kita- oder Schulträger, Jugendamt oder Schulleitung) vorlegen. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist auch das Einverständnis eines Sorgeberechtigten Bestandteil des Berechtigungsscheins.

 

Die Tests werden in den Praxen der freiwillig teilnehmenden KVBB-Vertragsärzte durchgeführt. Wer Anspruch auf einen Test hat, vereinbart telefonisch einen Termin mit einer Praxis. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat auf seiner Homepage eine Übersicht der Ärzte im Kreisgebiet veröffentlicht, die Corona-Tests beim Personal von Kitas und Schulen durchführen: hier.

 

Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt weiter

Die Bundeswehr in Brandenburg unterstützt das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bei der Nachverfolgung von Infektionsketten in der Corona-Pandemie auch weiterhin. Die Kreisverwaltung hatte zusammen mit dem Kreisverbindungskommando Dahme-Spreewald die Verlängerung dieser Amtshilfe beantragt, um das personell stark ausgelastete Gesundheitsamt in Königs Wusterhausen gezielt zu entlasten. Dort sind fünf Soldaten des Informationstechnikbataillons 381 aus Storkow bis zum 15. September eingesetzt, um Telefoninterviews nach einem standardisierten Musterfragebogen zu führen, mit dem Infektionsketten im Zusammenhang mit der Viruspandemie nachverfolgt werden. Sie agieren unter Aufsicht des Gesundheitsamtes und nehmen keine hoheitlichen Aufgaben wahr. Diese Unterstützungsleistungen der Bundeswehr werden im Landeskommando Brandenburg koordiniert.

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