Dahme-Spreewald: Stilles Gedenken zum Volkstrauertag

Kranzniederlegung am 15. November in Halbe / Spendenaufruf für den Volksbund

 

Zum jährlich am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent begangenen Volkstrauertag wird bundesweit den Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht. Im Jahr 2020 ist dieser Tag in besonderer Weise Mahnung an das 75. Gedenkjahr zum Ende des Zweiten Weltkrieges, der den Menschen in bis dahin nicht vorstellbarer Weise Leid, Tod und Zerstörung brachte.

 

 

Neben dem stillen Gedenken in den Städten, Dörfern und Gemeinden gibt es eine zentrale Kranzniederlegung im Landkreis Dahme-Spreewald: Diese findet am Sonntag, 15. November 2020, um 11 Uhr auf dem Waldfriedhof in Halbe statt. Vertreter und Vertreterinnen des Landkreises Dahme-Spreewald, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der evangelischen Kirche werden dort Kränze niederlegen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie kann diese Zeremonie nur unter Beachtung der geltenden rechtlichen Bestimmungen mit eingeschränkter Teilnehmerzahl stattfinden. Von einer Gedenkfeier und dem traditionellen Gottesdienst in der evangelischen Dankes-Kirche in Halbe wird in diesem Jahr abgesehen. Besucherinnen und Besucher des Waldfriedhofes werden um die entsprechende Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gebeten.

 

 

Millionen Opfer beider Weltkriege, aber auch aktuelle Kriegsgeschehnisse sowie die Gewalt- und Terrorverbrechen unserer Zeit rufen dazu auf, dass wir uns aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Durch den Volkstrauertag wird unsere Pflicht, den Frieden zu wahren, ausgedrückt und zugleich unsere Hoffnung auf Versöhnung erhalten“, sagt Vizelandrätin Susanne Rieckhof. Eine Blume, ein Kranz oder einfach nur das stille Gedenken in den Kirchen, an den Kriegsgräbern und Denkmälern bewahre die wichtige Erinnerung an die Friedensarbeit, denn „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit“.

 

 

 

Auf der zentralen Gedenkveranstaltung des Landesverbands Brandenburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge anlässlich des Volkstrauertages in Baruth/Mark   wird Ordnungsdezernent Stefan Klein die Kreisverwaltung Dahme-Spreewald vertreten. Am Samstag, 14. November, werden dazu die Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Landesvorsitzender Gunter Fritsch und Oberst Olaf Detlefsen vom Landeskommando Brandenburg sprechen. Anschließend werden Kränze auf der Deutschen sowie Sowjetischen Kriegsgräberstätte niedergelegt. Die Gedenkveranstaltung findet Corona-bedingt nur im Freien, mit großem Abstand und unter strengsten Auflagen des Ordnungsamtes statt.  

 

 

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruft zur Spendenaktion auf

 

 

 

Auch die traditionell im November landesweit durchgeführte Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge kann aufgrund der derzeitigen Corona-Maßgaben praktisch kaum umgesetzt werden. Aber trotz des nicht nachlassenden Engagements gilt für den Volksbund: Die Gesundheit der freiwilligen Sammler und Spender geht vor!

 

Der Volksbund bittet zudem unter den derzeit für viele schwierigen Bedingungen um Verständnis dafür, dass er sich dennoch mit einem Aufruf zu einer Spende für die wichtige Friedensarbeit und die Kriegsgräberfürsorge an die Öffentlichkeit wendet. Zur Spendenbereitschaft ermuntern die Landesregierung und der Landesverband des Volksbundes. Vertreter der Landkreise, Städte, Ämter, Gemeinden und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützen die Aktion.

 

 

Auf der Internetseite des Volksbundes www.volksbund.de ist es möglich, online eine Spende zu hinterlassen. Zudem können sich Spender direkt vom Brandenburger Landesverband einen Überweisungsträger postalisch zusenden zu lassen. Auch eine private Spendenaktion im persönlichen oder beruflichen Umfeld kann mittels einer Überweisung den Volksbund in Halbe erreichen.

 

 

Spendenkonto:

 

        IBAN:  DE94 1207 0024 0325 2236 00

 

        BIC:    DEUTDEDB160

 

        Deutsche Bank Potsdam

 

Der Landkreis Dahme-Spreewald bittet darum, den Volksbund mit einer Spende zu unterstützen. Spender können mit ihrer Zuwendung dazu beizutragen, dass Krieg, Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Brandenburg keine Chance erhalten. Es gilt, gemeinsam die Erinnerung aufrechtzuerhalten und so für den Frieden einzustehen.

 

 

Mit dem Erlös der Sammlung kümmert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. um die Ermittlung von Schicksalen, den Bau und die Pflege von Kriegsgräberstätten, Umbettungen im In- und Ausland sowie um die vielschichtige Versöhnung zwischen den Völkern Europas. In der Obhut des Vereins befinden sich mittlerweile 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten. Mehrere tausend ehrenamtliche und 556 hauptamtliche Mitarbeitende erfüllen heute die vielfältigen Aufgaben der Organisation.

 

 

Seit dem Jahr 2013 ist der Brandenburger Volksbund in der Bildungs- und Begegnungsstätte in Halbe tätig. Auf dem dortigen Waldfriedhof − Deutschlands größter Kriegsgräberstätte − ist es möglich, den jährlich tausenden Besuchern aller Generationen zu verdeutlichen, warum Freiheit und Frieden die kostbarsten Werte unserer heutigen Gesellschaft sind und bleiben müssen.

 

 

Der Kreistag Dahme-Spreewald hatte beschlossen, dass der Landkreis mit Wirkung vom Januar 2019 Mitglied im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wird. Der Kreis unterstützt die satzungsgemäßen Verpflichtungen des Vereins seither mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 1.000 Euro.

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