Dahme-Spreewald: Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle zu Besuch im RKI im Zentrum für Zukunftstechnologien in Wildau

Prof. Lothar Wieler, Landesministerin Dr. Manja Schüle und Vizelandrätin Susanne Rieckhof im Austausch zum Forschungsschwerpunkt Künstliche Intelligenz in der Gesundheitswissenschaft

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle besuchte in Wildau mit Prof. Dr. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), das Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Public-Health-Forschung (ZKI-PH) des RKI. Sie sind der Einladung der Landtagsabgeordneten Tina Fischer gefolgt.

Brandenburgs Forschungsministerin Dr. Manja Schüle: „Künstliche Intelligenz ist keine abstrakte Technologie, die irgendwo entwickelt wird und die niemand wirklich braucht. Nein, sie verbessert das Leben von Menschen schon heute. In Wildau entwickeln die Expertinnen und Experten des RKI neue Methoden der Künstlichen Intelligenz. Sie werden helfen, die Gesundheitsforschung zu stärken. Die neuen Technologien ermöglichen es, Epidemien umfassender zu untersuchen und besser vor ihnen zu warnen. Das Zentrum für Zukunftstechnologien profitiert hierbei von der unmittelbaren Nähe zur Technischen Hochschule in Wildau und den Unternehmen in der Region. Künstliche Intelligenz ist damit eine Schlüsseltechnologie für das Land Brandenburg. Und klar ist auch: Bei allen Projekten stehen der Mensch und seine Entscheidungshoheit im Mittelpunkt. Wer Zukunft gestalten will, muss die Künstliche Intelligenz meistern. Und Zukunft wird in vielen neuen Projekten am Zentrum für Zukunftstechnologien in Wildau gemacht.“

Prof. Dr. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI): „Ich freue mich sehr, dass unser Robert Koch-Institut nun Teil der Gesundheitsregion Brandenburgs ist. Unser Zentrum für KI in der Public-Health-Forschung ist ein Gewinn für die Gesundheit der Bevölkerung in Brandenburg, denn jetzt können wir das Innovationshub 13-Themenfeld ‚Gesundheits- und Lebenswissenschaften‘ nachhaltig unterstützen.“

Vizelandrätin Susanne Rieckhof betonte im Austausch die langfristige und standortübergreifende Forschungsperspektive für die Region. „Das Robert Koch-Institut mit dem Fokus auf Public-Health-Forschung wird die vorhandene wissenschaftliche Kompetenz in unserem Landkreis – darunter die nah gelegene Technische Hochschule Wildau, das Fraunhofer IAP und hier angesiedelte junge, innovative Unternehmen weiter stärken. Dadurch werden sich den regionalen Unternehmen der Lausitz hervorragende Kooperationsmöglichkeiten bieten.“ Diese Entwicklung war möglich durch den neu geschaffenen hochmodernen Gebäudekomplex des Zentrums für Zukunftstechnologien (ZFZ). Hier sind Hallen- und Büroflächen für Forschung, Entwicklung und Produktion unter einem Dach. Rund 23,2 Millionen Euro investierte die Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald (WFG) als 100-prozentige Tochter des Landkreises Dahme-Spreewald in das Projekt.

Hintergrund

Das RKI ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums und beschäftigt sich v.a. mit Krankheitsüberwachung und -prävention. Im Januar 2021 hat das Robert Koch-Institut als größter Mieter im ZFZ mit dem Aufbau des Standortes Wildau begonnen. Das Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Public-Health-Forschung fokussiert – entsprechend der Zuständigkeit des RKI – auf den Bereich öffentliche Gesundheit (Public Health). Schlüsseldisziplinen dabei sind u.a. Epidemiologie, Sozialmedizin, Gesundheitsförderung und Prävention, Entwicklung innovativer Diagnostikmethoden, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Ethik. Der Einsatz KI-basierter Technologien ermöglicht es, zukünftig große und komplexe Datenquellen nutzbar zu machen, um etwa Epidemien umfassender zu analysieren und Frühwarnsysteme weiterzuentwickeln. Mit der benachbarten TH Wildau laufen Kooperationsgespräche. Die dort vorhandene Expertise in den Bereichen der angewandten Biowissenschaften und Informatik soll die Ausrichtung des ZKI-PH ergänzen.

Alle Informationen zum Zentrum für Zukunftstechnologien in Wildau sowie zum Portfolio der Mieter finden Sie unter www.zentrum-fuer-zukunftstechnologien.de.

Die südöstlich an Berlin angrenzende Region entlang der Dahme hat sich in den vergangenen 25 Jahren als aufstrebender Standort für Forschung und Entwicklung, Hightech-Produktion und intelligente Dienstleistungen sowie für Studium und Ausbildung etabliert. Um die weitere Entwicklung zu beschleunigen, haben sich ansässige Wissenschaftseinrichtungen, Kommunen, Unternehmen und Start-ups von Zeuthen über Wildau bis Königs Wusterhausen auf Initiative der Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald unter der Dachmarke dahme_innovation (www.dahme-innovation.de) zusammengeschlossen.

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