Das Potsdam Museum lädt zur Mitbestimmung ein

Ausstellungsprojekt „Demokuratie“: Potsdamer können bis 31. Oktober abstimmen

Das Potsdam Museum plant seine neue Sonderausstellung „Eine Sammlung – viele Perspektiven. Kunst im Dialog von 1900 bis heute“ unter Beteiligung der Potsdamer Öffentlichkeit. Jede Potsdamerin und jeder Potsdamer hat die Möglichkeit, sein Lieblingsobjekt aus der Sammlung der Bildenden Kunst zu wählen. Im Projekt „Demokuratie“ werden alle, die teilnehmen, zu Kuratoren und Kuratorinnen.

Die Kulturbeigeordnete Noosha Aubel sagt zum Ausstellungsprojekt: „Es ist eingebettet in das Selbstverständnis des Potsdam Museums als Forum, als Ort des Diskurses, des Austauschs und der Begegnung. Damit präsentiert sich unser Museum verstärkt als lebendiger und offener Ort für die Bevölkerung Potsdams“.

Auf der Museumswebsite www.potsdam-museum.de erhalten Interessierte neben Informationen zur Teilnahme auch Hintergrundwissen zu ausgewählten Kunstwerken aus der Sammlung der Bildenden Kunst. Aufgeteilt in fünf Themenkomplexe lädt das Potsdam Museum dazu ein, die umfangreiche Sammlung näher kennenzulernen. Der Fokus liegt dabei auf Gemälden und Grafik von 1900 bis heute. Das Ausstellungsteam stellt anhand von Texten und Videos verschiedene Stücke vor, beschreibt sie, erzählt, wie sie in die Sammlung kamen und gewährt kleine Einblicke hinter die Kulissen des Museums. Es werden sowohl bereits in Ausstellungen gezeigte Objekte präsentiert als auch Schätze, die schon lange in den Depotregalen auf ihren Auftritt warten oder erst vor Kurzem erworben wurden.

Jede und jeder erhält die Möglichkeit, für sein oder ihr Lieblingswerk abzustimmen. Zudem ermuntert das Potsdam Museum die Teilnehmenden dazu, zur eigenen Entscheidung ein Statement abzugeben, beispielsweise über die mit dem Objekt oder Motiv verbundenen Assoziationen, Geschichten oder Erinnerungen oder schlicht, warum das Werk gefällt. Ob das Kunstwerk es im nächsten Jahr in die Ausstellung schafft oder nicht – darüber entscheidet am Ende, wie viele Stimmen es erhalten hat. Die Abstimmung ist möglich bis zum 31. Oktober 2021. Die Ausstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Der Dialog mit den Teilnehmenden, Besuchenden und Interessierten soll darüber hinaus fortgeführt werden. Das Potsdam Museum möchte über den fortschreitenden Prozess der Ausstellungsvorbereitungen berichten, die Menschen zu verschiedenen Formaten mit Workshop-Charakter motivieren und sie zu einem gemeinsamen Austausch einladen.

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