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Demokratische Republik Kongo: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise
Vor Reisen in die östlichen und nordöstlichen Landesteile sowie die Kasai- und Lomami-Provinzen der Demokratischen Republik Kongo wird weiterhin gewarnt. Von nicht dringend erforderlichen Reisen in die übrigen Landesteile der Demokratischen Republik Kongo einschließlich der Hauptstadt Kinshasa wird derzeit abgeraten. In Kinshasa und anderen kongolesischen Städten führten in der Vergangenheit wiederholt teilweise gewalttätige Proteste gegen die Regierung zu scharfen Gegenmaßnahmen und Festnahmen. Auch im Zuge des Wahlkampfes waren Wahlkundgebungen in Kinshasa und anderen kongolesischen Städten bereits von gewaltsamen Vorfällen geprägt. Aufgrund des weiter umstrittenen Wahlergebnisses sind weiterhin gewalttätige Protestaktionen im ganzen Land sowie bei Versammlungen nicht auszuschließen. Mit weitreichenden Störungen des öffentlichen Lebens und einer hohen Präsenz von bewaffneten Sicherheitskräften muss gerechnet werden. Selbst ohne erkennbaren äußeren Anlass sind jederzeit unvorhersehbare und sicherheitsrelevante Ereignisse oder gewalttätige Ausschreitungen möglich. Die volatile Sicherheitslage hält angesichts des umstrittenen Wahlausgangs auch nach Amtseinführung des neuen Präsidenten an. Reisende, die sich derzeit in der Demokratischen Republik Kongo aufhalten, sollten sich gewissenhaft mit der individuellen Krisenvorsorge auseinandersetzen und sich in die Krisenvorsorgeliste http://elefand.diplo.de/ eintragen. Die lokalen Medien sollten aufmerksam verfolgt, Menschenansammlungen gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.
In der Provinz Kivu-Nord sowie inzwischen auch in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes und Grenzgebiet zu Uganda ist es erneut zu mehreren Fällen der Ebola-Virus-Krankheit gekommen, siehe Aktuelle medizinische Hinweise. Vor Reisen in die betroffene Region wird bereits aus Sicherheitsgründen gewarnt, siehe Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung. Deutsche Staatsangehörige, die nicht beruflich mit der Bekämpfung des Ausbruchs beschäftigt sind, werden vorsorglich aufgerufen, die Region zu verlassen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung
Innenpolitische Lage Bei Protesten zu Jahresbeginn 2018 waren Tote und Verletzte zu beklagen, Dutzende wurden in größeren Städten festgenommen. Im Zuge des Wahlkampfes kam es bei Wahlkundgebungen in Kinshasa und anderen kongolesischen Städten zu gewaltsamen Vorfällen. Bei Studentenprotesten in Lubumbashi kamen im Januar 2019 mehrere Zivilisten durch Schusswaffeneinsatz ums Leben. Auch in Zukunft können gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften aus unterschiedlichen Anlässen nicht ausgeschlossen werden. Es muss auch damit gerechnet werden, dass es wie in der Vergangenheit zur kurzfristigen Abschaltung von SMS- und Internetdiensten kommen kann. Neben Straßensperren auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt kann es auch im Stadtgebiet von Kinshasa zu Sperrungen kommen, ab den frühen Abendstunden vermehrt.  Sie sind nicht immer als solche erkennbar, längere Wartezeiten können auftreten. Vor Reisen in die östlichen und nordöstlichen Landesteile sowie die Kasai- und Lomami-Provinzen der Demokratischen Republik Kongo wird gewarnt. Dies gilt in besonderem Maße für die Provinzen Bas-Uele, Haut-Uele, Tshopo, Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Maniema, Tanganyika, Haut-Lomami, Haut-Katanga (nur nördliche Gebiete), Lomami, Kasai, Kasai-Central und Kasai Oriental. In diesen Provinzen finden immer wieder Kämpfe zwischen den kongolesischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen statt. Ein Aufenthalt in diesen Gebieten muss unbedingt durch ein tragfähiges Sicherheitskonzept abgesichert sein. In den anderen Landesteilen wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten. Auch vor Besuchen von Nationalparks in der Region wird aufgrund konkreter Gefahren durch bewaffnete Gruppen und kriminelle Banden gewarnt. Im Mai 2018 wurden britische Touristen auf dem Weg zum Virunga-Nationalpark nördlich von Goma entführt. Der seit Juni 2018 für Besucher geschlossene Virunga-Nationalpark ist seit Mitte Februar 2019 wieder geöffnet. Sofern Reisende einen Besuch trotz allem planen, sollten sie sich unbedingt und ausschließlich mit der zur Verfügung stehenden Flugverbindung direkt in den Park begeben. Vor Anreisen auf dem Landweg wird gewarnt.
Kriminalität Für die Städte in der Demokratischen Republik Kongo gelten die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen (unauffälliges Verhalten, kein teurer Schmuck oder extravagante Kleidung, Meiden unsicherer Stadtviertel, Zurückhaltung beim Fotografieren, Ausgehen nie alleine, sondern nur in kleinen Gruppen mit lokaler Begleitung usw.). Wiederholt ereigneten sich in Kinshasa bewaffnete Überfälle auf Ausländer, bei denen das Opfer unter einem Vorwand in ein Auto gedrängt und dann ausgeraubt wurde. Die Täter gaben sich dabei als Sicherheitskräfte aus. Straßenkinder (sog. „shégués“) fallen durch aggressives Betteln an stark belebten Orten und im zähfließenden Straßenverkehr auf. Darüber hinaus gibt es in manchen Stadtvierteln jugendliche Straßenbanden, die bewaffnete Überfälle ausführen.
Krisenvorsorgeliste Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste http://elefand.diplo.de/ einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/weltweiter-sicherheitshinweis/1796970 zu beachten.

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