Der Winterdienst steht bereit

Im Vorfeld der Gemeinsamen Kabinettsitzung mit Frankfurt/Oder hat Verkehrsminister Guido Beermann heute die Straßenmeisterei in Fürstenwalde/Spree besucht und sich über die Vorbereitung auf den Winterdienst informiert. In den 33 Straßenmeistereien des Landes sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vorbereitet, die Straßen bei Glätte befahrbar zu halten. Betreut werden rund 8.600 Kilometer Bundes- Landesstraßen und Kreisstraßen sowie 1.350 Kilometer Radwege. Fast 630 Beschäftigte des Landesbetriebs Straßenwesen und beauftragter Unternehmen stehen bereit, um die Straßen im Land von Schnee und Eis zu befreien. 223 moderne Streu- und Räumfahrzeuge können für den Winterdienst eingesetzt werden.

Verkehrsminister Guido Beermann: „Der Landesbetrieb Straßenwesen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut vorbereitet. Sie stehen vom frühen Morgen bis spät in die Nacht mit modernen Streu- und Räumfahrzeugen bereit, die Autobahnen und Straßen auch im Winter befahrbar zu halten. Der Winterdienst ist neben der Verkehrssicherung und der Grünpflege auch ein wichtiger Bestandteil der dreijährigen Straßenwärter-Innen-Ausbildung. Derzeit bildet der Landesbetrieb 104 junge Menschen aus. Gemeinsam sorgen die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mit den Auszubildenden für sichere Straßen bei Schnee und Eis. Trotzdem appelliere ich an alle, die mit dem Auto unterwegs sind, ihr Fahrverhalten anzupassen und besonders aufmerksam sein. Auch die Ausrüstung der Fahrzeuge muss der Witterung entsprechen.“

Daten und Fakten:

  • Der Landesbetrieb Straßenwesen ist im Winterdienst zuständig für 2.175 Kilometer Bundesstraßen, 131 Kilometer Auf- und Abfahrten an den Bundesstraßen, 4.096 Kilometer Landesstraßen außerorts und für die Kreisstraßen im Landkreis Dahme-Spreewald mit einer Länge von 223 Kilometer.
  • In Ortsdurchfahrten mit einer Gesamtlänge von 2.012 Kilometern räumt und streut der Landesbetrieb im Auftrag zahlreicher Kommunen.
  • Auf den Bundes-und Landesstraßen sind die Teams des Landesbetriebes zwischen 3 und 22 Uhr im Einsatz, damit es in der Hauptverkehrszeit sicher vorangeht.
  • An Steigungsstrecken stehen mehr als 500 Boxen mit Streugut bereit, auf die insbesondere Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer bei plötzlich auftretender Glätte zurückgreifen können.
  • Der Landesbetrieb hat derzeit etwa knapp 38.700 Tonnen Salz eingelagert. Der Salzverbrauch ist je nach Witterung unterschiedlich. In den Jahren zwischen 2019 und 2021 schwankte er zwischen 36.100 Tonnen (2020/2021) und 7.700 Tonnen (2019/2020).

Vorbereitung der Straßenmeisterei Fürstenwalde:

Die Straßenmeisterei ist für 186 Kilometer Bundes- und Landestraßen sowie 55 Kilometer Radwege im Winterdienst außerorts zuständig. Sie verfügt über drei LKW und zwei Unimog. Für den Einsatz auf den Radwegen steht außerdem ein Kleingeräteträger bereit. Eingelagert sind 800 Tonnen Streumittel.

Darüber hinaus gibt es Verträge mit Dienstleistern. Bei entsprechender Witterung stehen noch zwei Winterdienst-Handkolonnen bereit, die an Querungshilfen und Ampeln eingesetzt werden.

Die Vorbereitung für den Winterdienst beginnt immer nach dem letzten Winter. Im Frühjahr werden nach und nach die Fahrzeuge, Streuautomaten und Schiebeschilder intensiv gereinigt ggf. repariert und für die kommende Wintersaison vorbereitet. Zum Ende des Herbstes werden dann die Streuautomaten durch eine Fachfirma überprüft, eingestellt und vorbereitet, so dass die Technik beim ersten Einsatz auch einwandfrei funktioniert.

Wetterbeobachtung:

Der Winterdienst kann nur mit präzisen Angaben zu Niederschlägen und Temperaturen geplant werden. An den Autobahnen im Land Brandenburg liefern 30 Messstellen die Daten für das bundesweite Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS). Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, relative Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und die Bodentemperatur an der Fahrbahnoberfläche und in 30 Zentimetern Tiefe werden im 15-Minuten-Abstand aktualisiert. Alle Werte werden ständig mit den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abgeglichen. Im Gegenzug liefert der DWD mehrmals täglich die Wetterprognosen für die Regionen des Landes, die die Meistereien des Landesbetriebs online abrufen.

Streuguteinsatz:

  • Seit einigen Jahren setzt der Landesbetrieb zunehmend auf Tausalzlösungen der Klassifizierung „FS 100“, die auf den Straßen ausgebracht werden. Nach und nach investiert der Landesbetrieb in Salzlösetechnik und Fahrzeuge, um dieses Verfahren flächendeckend anwenden zu können.
  • In Wasser gelöstes Tausalz kann bei drohendem Kälteeinbruch vorbeugend auf die Fahrbahn gesprüht werden und verhindert so, dass sich Eis bildet oder Schnee liegen bleiben kann. Ein großer Vorteil der Tausalzlösungen bei der vorbeugenden Streuung ist die deutlich längere Liegedauer auf der Fahrbahn. Bei geeigneten Bedingungen ist der Einsatz von Tausalzlösungen sparsamer als die Verwendung von Feuchtsalz „FS-30“.
  • Untersuchungen ergaben, dass bei der präventiven Streuung mithilfe des Einsatzes der FS-100-Technologie etwa 60 % Streusalz gegenüber „FS- 30“ eingespart werden können. Gleichzeitig wird die Umweltbelastung reduziert.

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