Der Winterdienst steht bereit

Schnee und Eis können kommen. In den 46 Autobahn- und Straßenmeistereien des Landes sind die Mitarbeiter*innen darauf vorbereitet, die Straßen bei Glätte befahrbar zu halten. Betreut werden etwa 10.000 Kilometer Bundesautobahnen, Bundes- Landesstraßen und Kreisstraßen sowie 1.350 km Radwege. Fast 940 Beschäftigte des Landesbetriebs Straßenwesen und beauftragter Unternehmen stehen bereit, um die Straßen im Land von Schnee und Eis zu befreien. Bis zu 410 moderne Streu- und Räumfahrzeuge können für den Winterdienst eingesetzt werden.

Verkehrsminister Guido Beermann: „Der Landesbetrieb Straßenwesen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut vorbereitet. Sie stehen mit modernen Streu- und Räumfahrzeugen bereit, die Autobahnen und Straßen auch im Winter befahrbar zu halten. Der Winterdienst ist neben der Verkehrssicherung und der Grünpflege auch ein wichtiger Bestandteil der dreijährigen Straßenwärter-Innen-Ausbildung. Derzeit bildet der LS 42 junge Menschen aus. Gemeinsam sorgen die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mit den Auszubildenden für sichere Straßen bei Schnee und Eis. Trotzdem appelliere ich an alle, die mit dem Auto unterwegs sind, ihr Fahrverhalten anzupassen und besonders aufmerksam sein. Auch die Ausrüstung der Fahrzeuge muss der Witterung entsprechen.“

Daten und Fakten:

  • Der Landesbetrieb Straßenwesen ist zuständig für knapp 2800 Kilometer Bundesstraßen, 5700 Kilometer Landesstraßen und für die Kreisstraßen im Landkreis Dahme-Spreewald mit einer Länge von 230 Kilometer.
  • In Ortsdurchfahrten räumt und streut der Landesbetrieb im Auftrag zahlreicher Kommunen auf einer Länge von ca. 1.800 Kilometer. Hinzu kommen noch etwa 680 Kilometer Auf- und Abfahrten von Autobahnen und Bundesstraßen. Für Brandenburgs Autobahnen (800 Kilometer/1.600 Kilometer Richtungsfahrbahnen) ist der Landesbetrieb noch bis zum 31.12.2020 zuständig. Ab 01.01.2021 übernimmt die Autobahn GmbH des Bundes Pflege und Erhalt der Autobahn-Fahrbahnen.
  • Auf Autobahnen sichern die Teams des Landesbetriebs die Befahrbarkeit rund um die Uhr. Auf Bundes- und Landesstraßen sind sie zwischen 3 und 22 Uhr im Einsatz, damit es in der Hauptverkehrszeit sicher vorangeht. An Steigungsstrecken stehen mehr als 500 Boxen mit Streugut bereit, auf die insbesondere Lkw-Fahrer bei plötzlich auftretender Glätte zurückgreifen können.

Wetterbeobachtung:

Ohne Wetterdienst kein Winterdienst. Nur mit präzisen Angaben zu Niederschlägen und Temperaturen können die Meistereien ihre Einsätze planen. 30 Autobahn-Messstellen im Land Brandenburg liefern für das bundesweit bestehende Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS) Wetterdaten. Daten wie Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, relative Luftfeuchtigkeit, Niederschlag sowie Bodentemperatur an der Fahrbahnoberfläche und in 30 Zentimetern Tiefe werden im 15-Minuten-Abstand aktualisiert. Alle Werte werden ständig mit den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abgeglichen. Im Gegenzug liefert der DWD mehrmals täglich die Wetterprognosen für die unterschiedlichen Regionen des Landes, die die Meistereien online abrufen.

Streuguteinsatz:

  • Seit einigen Jahren setzt der LS zunehmend auf Tausalzlösungen der Klassifizierung „FS 100“, die flüssig auf den Straßen ausgebracht werden. Nach und nach investiert der Landesbetrieb in Salzlösetechnik und Fahrzeuge, um dieses Verfahren flächendeckend anwenden zu können. Bislang sind alle Autobahnmeistereien und mehr als die Hälfte der Straßenmeistereien mit Fahrzeugen für diese Technologie ausgestattet.
  • In Wasser gelöstes Tausalz kann bei drohendem Kälteeinbruch vorbeugend auf die Fahrbahn gesprüht werden und verhindert so, dass sich Eis bildet oder Schnee liegen bleiben kann. Ein großer Vorteil der Tausalzlösungen bei der vorbeugenden Streuung ist die deutlich längere Liegedauer auf der Fahrbahn. Bei geeigneten Bedingungen ist der Einsatz von Tausalzlösungen sparsamer als die Verwendung von Feuchtsalz „FS-30“.
  • Untersuchungen ergaben, dass bei der präventiven Streuung mithilfe des Einsatzes der FS-100-Technologie etwa 60 % Streusalz gegenüber „FS-30“ eingespart werden können. Gleichzeitig wird die Umweltbelastung reduziert.
  • Der LS hat derzeit etwa 71.000 Tonnen Salz eingelagert. Der Salzverbrauch ist je nach Witterung unterschiedlich. In den Jahren zwischen 2016 und 2020 schwankte er zwischen 46.000 Tonnen (2016/2017) und 11.000 Tonnen (2019/2020).
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