Deutscher Schwerhörigenbund verstärkt Unterstützungsangebot – Landesverband wählte neuen Vorstand

Auf der Sitzung der Brandenburgischen DSB Landeskonferenz im April 2019 in Frankfurt (Oder) haben die Delegierten die Erweiterung der Hilfsangebote für Selbsthilfegruppen und mit diesem Thema befassten Institutionen erörtert. Zahlreiche Anregungen der Ortverbände und Selbsthilfegruppen wurden dabei diskutiert.

Ausgangspunkt ist, dass die Anzahl von Betroffenen in Brandenburg ständig zunimmt. Als Träger der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) mit der eingerichteten Beratungsstelle in Frankfurt (Oder) begrüßte der DSB Brandenburg die steigende Akzeptanz von Betroffenen für die gebotene Unterstützung durch die EUTB – Berater. Diese ausgebildeten, ebenfalls hörgeschädigten Berater bringen ihre langjährigen Erfahrungen und Einsichten im Gespräch mit Schwerhörigen und Ertaubten ein, die dadurch u.a. Tipps, Informationen, und auf ihre Fragen ausgiebige Antworten nebst Hilfsangebote erhalten.

Wird die Schwerhörigkeit nicht behandelt, können die Folgen meist besonders schwerwiegend sein. Die psychischen Probleme strecken sich von Schamgefühl bis hin zu Depressionen und einem geminderten Selbstwertgefühl. Die körperlichen Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit können Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Stress und erhöhten Blutdruck umfassen. Darüber hinaus können bei einer unbehandelten Schwerhörigkeit auch soziale Probleme, wie Isolation und Kommunikationsschwierigkeiten auftreten.

Ein besonderes Augenmerk wird hier auch auf die jüngere Generation gesetzt, weil auch vielen dieser Menschen mit zunehmenden Hörschädigungen nicht bekannt ist, dass eine Nichtbeachtung zu erheblichen Weiterungen führen kann.

Des weiteren fanden auf der Sitzung Neuwahlen des Landesvorstandes im DSB Landesverband Brandenburg e.V. statt. In den Landesvorstand wurden gewählt:

Vorsitzender: Hans-Joachim Dietrich

Vorsitzender: Frank Holländer

Schatzmeister: Torsten Seifert

Beisitzer: Norbert B. Gillmeister

Der DSB Brandenburg lädt außerdem Interessengruppen von Hörbeeinträchtigten ein, mit ihm in Verbindung zu treten (www.schwerhoerigen-lvsb.de). Höhepunkt für alle Hörgeschädigten und deren Angehörigen Brandenburgs wird am 29. Juni 2019 eine Schiffsfahrt in Potsdam sein. Neben allgemeinen Informationen haben interessierte Teilnehmer die Gelegenheit, sich speziell mit ihren Fragen an die DSB Ansprechpartner aus ihren Regionen zu wenden.

Weitere Informationen sowie Anmeldungen sind unter lsvb@schwerhoerigen-lsvb.de, Mobil 0179-133 66 77, möglich.

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