Die Filmuni im Wettbewerb des 42. Filmfestivals Max Ophüls Preis

Gestern hat die Festivalleitung die thematischen Schwerpunkte des 42. Filmfestivals Max Ophüls Preis (17.–24.1.2021) vorgestellt. 98 Filme werden bei der ersten reinen Online-Ausgabe des wichtigsten Festivals für den jungen deutschsprachigen Film gezeigt. Davon starten 50 in den vier Wettbewerben Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm.

Gleich vier abendfüllende Dokumentarfilme mit Filmuni-Beteiligung konkurrieren um die „Trophäe mit Herz“: Im Zentrum von THE CASE YOU stehen fünf Schauspielerinnen, die alle vor Jahren an einem Casting teilgenommen haben, bei dem es zu sexuellen und gewaltsamen Übergriffen kam. Auch Regisseurin Alison Kuhn war unter den Bewerberinnen. In einem geschützten Raum brechen die jungen Frauen ihr Schweigen und ergründen gemeinsam, was damals geschah und was die Geschehnisse für ihre Gegenwart bedeuten.
Ist Tradition die höchste Ehre oder das größte Unglück? Darüber streitet man in dem erzgebirgischen Dorf Pöhla. Ungeachtet der verheerenden gesundheitlichen Folgen hält man auch 30 Jahre nach der Wende die Bergbaubräuche lebendig. STOLLEN in der Regie von Laura Reichwald ist das Psychogramm einer Region, die um ihre Identität ringt.
Filmuni-Studentin Sophie Linnenbaum zeichnet in VÄTER UNSER ein intimes wie formales Porträt des unergründlichen Wesens Vater. Die Beschützer, die Strengen, die Abwesenden: Sechs unterschiedliche Menschen erzählen Geschichten über ihre Väter, über kuschelige Nachmittage auf dem Vaterbauch, über väterliche Schläge mit dem Stock, über nie endende Liebe, über Abschiede an der Schiebetür, über ein erstes Aufeinandertreffen.
WEM GEHÖRT MEIN DORF? Die Frage stellt Filmuni-Absolvent Christoph Eder. In seinem Heimatdorf auf Rügen streiten die Einwohner*innen über die Zukunft des beliebten Urlaubsortes. Der Gemeinderat wird seit Jahren von vier Männern dominiert, die die Hotelprojekte eines Multimillionärs unterstützen. Um ein vom Bau bedrohtes Naturschutzprojekt zu retten, wollen Nadine und ihr Vater Bernd die Mehrheit bei der anstehenden Kommunalwahl erringen.

Im Wettbewerb Kurzfilm feiert KOLLEGEN seine deutsche Erstaufführung. Jannis Alexander Kiefer führt uns in die Welt der beiden Handwerker Uli und Didi. Sie arbeiten in alltäglicher Routine in ihrer Werkstatt und sinnieren über alte Lehrerinnen und das anstehende Dorffest – aber auch über die neuen Gäste im Ort. Von denen haben sie einen außergewöhnlichen Auftrag erhalten: Sie sollen Teile eines KZs auf deutschem Boden erbauen für einen historischen FIlm einer internationalen Produktion. Der Kurzfilm wurde gerade mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet.

Alle Informationen zu den Wettbewerbsbeiträgen beim 42. Filmfestival Max Ophüls Preis: https://ffmop.de/programm/wettbewerbe

Das gesamte Filmprogramm mit weiteren Filmuni-Beteiligungen wird am 23. Dezember 2020 unter https://ffmop.de/programm veröffentlicht.

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