DIE LINKE. Brandenburg: Castor-Transport stoppen

Ende Oktober / Anfang November 2020 ist ein Transport von hochradioaktivem Atommüll, in Castor Behältern verpackt, von Nordenham nach Biblis in Südhessen, quer durch Deutschland geplant. Die Castoren befinden sich bereits per Schiff auf dem Weg von der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield nach Nordenham. Dazu erklären die Landesvorsitzende der Linken Brandenburg Anja Mayer und der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Brandenburger Landtag Sebastian Walter:

 

Anja Mayer: „Hochradioaktiver Müll soll nach dem Willen der Bundesregierung in den kommenden Tagen von Sellafield aus über Nordenham nach Biblis in Südhessen verbracht werden. Ich halte dieses Vorhaben für gefährlich. Es gibt viele Gründe, die gegen diesen Transport sprechen. Das Verfahren zur Endlagersuche ist gerade erst gestartet, es gibt noch kein Entsorgungskonzept. Am Standort Biblis gibt es keine Reparaturmöglichkeiten für die Castor-Behälter und nicht zu verschweigen ist das hohe Transportrisiko.“

Sebastian Walter: „Einen solchen Transport in Zeiten der Corona-Pandemie von tausenden Polizistinnen und Polizisten begleiten zu lassen, ist unverantwortlich. Selbstverständlich wird es an der Transportstrecke zu völlig berechtigten Protesten kommen, denn die Menschen werden sich ihr demokratisches Recht nicht nehmen lassen. Ich begrüße ausdrücklich das erarbeitete Hygienekonzept und dennoch ist ein Infektionsrisiko für alle Beteiligten nicht auszuschließen. Dies kann nur ausgeschlossen werden, wenn der Transport nicht stattfindet.  Ich fordere den Innenminister darüber hinaus auf, den Einsatz von Brandenburger Polizistinnen und Polizisten in Hinblick auf den nötigen Infektionsschutz kritisch zu prüfen.“

Wir fordern den amtierenden Bundesratspräsidenten Dietmar Woidke auf, entsprechend bei der Bundesregierung zu intervenieren und sich für den Stopp des Castor-Transportes einzusetzen.

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