DIE LINKE. Brandenburg: Minijobber:innen endlich helfen

Zu den neusten Zahlen der Minijobzentrale erklärte Martin Günther, stellvertretender Landesvorsitzender DIE LINKE. Brandenburg:

 

„Man musste keine übersinnlichen Fähigkeiten besitzen, um zu wissen, dass nochmal tausende Minijobberinnen und Minijobber mehr ihren Job in Brandenburg in den letzten Monaten verlieren würden. Wir hatten genau davor gewarnt. Getan hat die Landesregierung erkennbar rein gar nichts um den Menschen, die oft genug direkt in Hartz-IV durchfallen zu helfen.

Knapp 10.000 Minijobberinnen und Minijobber allein im gewerblichen Bereich haben gegenüber dem Vorjahr in Brandenburg sowieso schon meist prekären Job verloren. Das ist jeder elfter Minijobberinnen und Minijobber in Brandenburg. Vielfach sind Einkommen aus den Minijobs unverzichtbar zur Sicherung des Familienunterhalts. Einen Ausgleich über Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld gibt es für Minijobberinnen und Minijobber aber nicht.

Die Landesregierung darf hier nicht weiter wegschauen. Sie muss sich gegenüber dem Bund dafür einsetzen, dass auch Minijobberinnen in die Kurzarbeiterregelungen einbezogen werden, auch hinsichtlich einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, zumindest befristet für den Zeitraum der Pandemie.

Um Sicherheit zu schaffen, gerade in diesem Bereich, müssen Minijobs endlich reguläre und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse werden! Corona hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Minijobs keine sichere Beschäftigungsform sind. Sie sind die ersten, die in der Krise wegbrechen. Eine solche Situation darf sich nicht wiederholen.“

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