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Die Polizei warnt vor betrügerischen Telefonanrufen!

Polizeidirektion West – Donnerstag, 14. Mai 2020 – 

Im Laufe des Donnerstages kam es im gesamten Bereich der Polizeidirektion West zu betrügerischen Telefonanrufen. In allen Fällen erkannten die Angerufenen sofort den Betrugsversuch und es entstand kein Schaden. Die Häufung dieser Betrugsversuche nimmt die Polizei zum Anlass noch einmal vor solchen Straftaten und den Tätern zu warnen.

In Potsdams Südlicher Innenstadt wurde eine 72-Jährige von einem falschen Polizeibeamten angerufen, der sie auf eine angeblich festgenommene Einbrecherbande hinweisen wollte und darauf aufmerksam machen, dass bei diesen ein Zettel mit der Adresse der Dame aufgefunden wurde. Und der falsche Polizist wollte sich in vorgespielter Sorge dann auch gleich nach den Wertsachen und dem Vermögen der Seniorin erkundigen. Die Frau reagierte richtig und legte auf.

In Brandenburg an der Havel wurden mehrere Senioren im Alter von 75-82 Jahren am Donnerstag von einer angeblichen Kriminalbeamtin angerufen, die den Angerufenen die gleiche Geschichte (einer angeblich festgenommenen Diebesbande mit aufgefundenem Adresszettel) vorlog. Auch diese Senioren erkannten spätestens bei der Nachfrage nach den eigenen Vermögenswerten den Schwindel und beendeten das Gespräch, ohne dass es zu einem Schaden kam.

In Bad Belzig erhielten zwei Seniorinnen im Alter von 73 und 81 Jahren Anrufe von einem angeblichen Enkel. Beiden Damen wurde erzählt, dass der vermeintliche Enkel einen Unfall gehabt habe und nun Bargeld in fünfstellige Größenordnung benötigen würde, um den Schaden zu beheben. Beide Damen erkannten den Betrugsversuch schnell und legten auf.

Auch in Blankenfelde-Mahlow erhielten zwei Senioren im Alter von 77 und 84 Jahren den Anruf von einem falschen Angehörigen, der nach einem Verkehrungsfall nun schnell eine große Bargeldsumme benötigen würde. In dieser Lügengeschichte waren bei dem Verkehrsunfall angeblich sogar Menschen zu Tode gekommen. Auch die beiden Männer aus Blankenfelde-Mahlow erkannten den Betrugsversuch und legten auf.

Es wurden in allen Fällen Strafanzeigen wegen versuchten Betrugs auch in Verbindung mit Amtsanmaßung aufgenommen.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang erneut:

  • Lassen Sie sich niemals auf dubiose Geldforderungen ein, von wem und unter welchem Vorwand auch immer!
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen  Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!
  • Rufen Sie die Polizei an. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind! Auch nicht der (angeblichen) Polizei!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei – Nutzen Sie dazu die Telefonnummer: 110
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