Digitaler FachkräfteTag Potsdam zur „Arbeit der Zukunft“

Digitalisierung, Agiles Arbeiten und Design Thinking stehen am 16. September im Fokus

Für die erfolgreiche Entwicklung von Regionen wird es immer wichtiger, die Verfügbarkeit von Fachkräften, lebenslangem Lernen und Weiterbildung in den Fokus zu nehmen, um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft zu sichern. Die Landeshauptstadt Potsdam widmet sich diesem Thema seit Jahren mit vielfältigen Maßnahmen und lädt in diesem Jahr am 16. September alle interessierten Unternehmen sowie Potsdamerinnen und Potsdamer zum ersten digitalen FachkräfteTag Potsdam ein. Die Veranstaltung kann besucht werden unter www.fachkraeftetag-potsdam.de.

Austauschen, vernetzen und gemeinsam Lösungen zu den Fragen „Fachkräftesicherung und der Arbeit der Zukunft“ finden – dies muss auch und gerade in der corona-geprägten Zeit möglich sein. Die Landeshauptstadt Potsdam hat sich deshalb dazu entschlossen, die sonst in der Wissenschaftsetage beheimatete Veranstaltung zu diesem wichtigen Thema nicht ausfallen zu lassen, sondern ins Netz zu verlegen. Ab dem 16. September können sich Unternehmen und wissensdurstige Potsdamerinnen und Potsdamer mittels Videobeiträgen über neue Denkansätze und aktuelle Erkenntnisse informieren, Best-Practice-Beispielen von Unternehmen lauschen sowie nützliche Kontakte zu den Partnern der Stadt herstellen.

„Unternehmen stehen vor der Herausforderung, flexibel zu reagieren und Entscheidungen zu treffen und sich in kürzester Zeit neues Know-how anzueignen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Neue, technologiegetriebene Formen des Arbeitens werden aktuell stärker gelebt als je zuvor und der digitale Wandel vollzieht sich unaufhaltsam. Dies zeigen nicht zuletzt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Ich freue mich daher sehr, dass es uns gelungen ist, das vielfältige und umfassende Programm des vierten FachkräfteTages als digitale Version anzubieten, um den Potsdamer Unternehmen nicht nur Unterstützung, sondern auch Denkanstöße zu geben“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.

Prof. Uwe Rechlin, Vorsitzender des Regionales Weiterbildungsbeirates der Landeshauptstadt Potsdam, formuliert die aktuellen Herausforderungen so: „Die Arbeit wird in Zukunft in vielen Bereichen, wenn auch sicher nicht in allen, anders aussehen als heute. Sie wird oft weniger durch Gewohnheit und Routine, dafür mehr durch Improvisation und Kreativität gekennzeichnet sein. Dadurch wird sie anstrengender und fordernder werden. Sie wird vermutlich weniger und muss deshalb gerecht verteilt werden.“

Viele Unternehmen haben dies bereits erkannt: „Arbeit der Zukunft“ im Sinne von „anders als bisher“ wird stark branchenabhängig sein. „Die Baubranche und das Handwerk werden nach wie vor dort arbeiten, wo sich der Kunde/das Bauwerk befindet. Bau- und Projektbesprechungen als Videokonferenz werden an Bedeutung gewinnen. Büroarbeit eignet sich mehr fürs Homeoffice. Vereinbarung von Familie und Beruf und Work-Life-Balance sind und bleiben Thema Nr.1. Flexible Arbeitszeiten für Mann und Frau sind dabei der Schlüssel zu einem stressfreien Alltag. Aber auch das geht nicht in jeder Branche. Ganztagsschulen würden einen immensen Beitrag zur Entlastung von Familien leisten. Der Kicker im Pausenraum allein macht noch keinen modernen Arbeitgeber aus“, so Andreas Neyen, Geschäftsführer der Firma ST Gebäudetechnik.

Ein Unternehmen, dass sich mit genau dieser Frage, der Frage nach der Bildung zur Zukunft beschäftigt, ist die visionYOU GmbH aus Potsdam. Madeleine Wolf, Geschäftsführerin, fasst zusammen: „Zugang zu engagierten und passfähigen Nachwuchskräften gehört zu den kritischen Erfolgsfaktoren, wenn wir über ‚Arbeit der Zukunft‘ diskutieren. McKinsey prognostiziert, dass bis 2030 der Anteil der Arbeit, der technisches Wissen voraussetzt, um bis zu 55 Prozent steigen wird. Die Lösung für diese Herausforderung liegt im nachhaltigen Recruiting. Das bedeutet aktives Investment in Berufsorientierung und Bildungsangebote bereits für Schülerinnen und Schüler. Um qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden und die Arbeitgebermarke zu stärken, müssen Unternehmen Disruption aktiv mitgestalten und Neues wagen.“

Der FachkräfteTag Potsdam ist ein gutes Beispiel dafür, wie Wissensvermittlung und -transfer sowie Austausch zu einem bestimmten Thema gelingen kann. Was erwartet die Teilnehmer nun in diesem digitalen Format: Beiträge verschiedener Unternehmen und Institutionen zum Thema „Arbeit der Zukunft: Herausforderungen und Chancen für einen modernen Wirtschaftsstandort oder was brauchen Unternehmen für die Zukunft“. Alle Wissensdurstigen und interessierten Unternehmen, Führungskräfte und Personalentscheider können an einem umfangreichen Videoangebot partizipieren und sich weiterbilden zu Themen wie Führung auf Distanz,  Digitalisierung als Antwort auf die Corona-Krise, Design Thinking, Fachkräfteeinwanderung und vieles mehr. Statt der bisherigen Präsenz-Workshops und Vorträge vor Ort sind die Beiträge als Online-Seminare oder interaktive Präsentationen angelegt. Die Ansprechpartner werden mit den Kontaktdaten hinterlegt, sodass Fragen per E-Mail beantwortet werden können.

Weitere Information gibt es online unter www.fachkraeftetag-potsdam.de oder per E-Mail an info@fachkraeftetag-potsdam.de.

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