Digitaloffensive bringt uckermärkische Firmen voran – auch Robeta setzt auf schnelles Internet

Milmersdorf/Prenzlau. Im Zuge der Beseitigung der sogenannten weißen Flecken in der Internetversorgung der Uckermark lassen sich auch zahlreiche Firmen, die ihren Sitz im ländlichen Raum haben, an das Hochgeschwindigkeits-Internet anschließen. Das Milmersdorfer Sägewerk Robeta war beispielsweise eine der ersten Firmen, die einen Glasfaseranschluss geordert haben. „Wir freuen uns darauf, dass wir bald endlich vernünftig mit unseren Geschäftspartnern auch auf digitalem Wege kommunizieren können“, sagt Geschäftsführer Edgar Rockel. Bislang stand der Firma nur ein Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von unter 30 Megabit zur Verfügung. „Allein in unseren Büros waren 20 Leute an einen einzigen Zugang angeschlossen. Wenn alle gleichzeitig im Internet unterwegs waren, kam es des Öfteren zu Staus und Wartezeiten. Das nervt zum einen und zum anderen machte das nach außen kein gutes Bild, wenn wir unseren Partnern stets erklären mussten, dass wir hier keine ordentliche Internetverbindung haben“, sagt ergänzt Geschäftsführer Ingo Tabbert. Gerade in den gegenwärtigen Pandemiezeiten sei das Internet noch wichtiger geworden. „Die Zahl der Videokonferenzen mit unseren Partnern hat enorm zugenommen, und auch dafür braucht man ein vernünftiges Internet“, fügt er hinzu.

Das Unternehmen hat sich beim Glasfaseranschluss für die maximal mögliche Anschlussgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde sowohl im Download als auch um Upload entschieden. „Das erleichtert unsere Arbeitsbedingungen erheblich“, konstatiert Edgar Rockel. Für die flächendeckende Einführung des Glasfasernetzes in den bislang unterversorgten Regionen der Uckermark stehen 140 Millionen Euro zur Verfügung, 60 Prozent davon fließen vom Bund, 30 Prozent steuert das Land bei, den Eigenanteil für den Kreis und die Kommunen trägt komplett der Landkreis. Für die Haushalte und Unternehmen, die sich anschließen lassen, entstehen keinerlei Kosten. „Jeder, der im Fördergebiet wohnt, ist gut beraten, die Chance zu nutzen und sich kostenlos anschließen lassen, selbst wenn er das schnelle Internet vielleicht gar nicht nutzen will. Denn allein schon die Verfügbarkeit des Glasfasernetzes bedeutet eine deutliche Steigerung des Grundstückswertes“, erklärt der Digitalisierungsbeauftragte des Landkreises Uckermark André Reichow

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