Drei Impfzentren und mobile Impfangebote in Potsdam

Landeshauptstadt übernimmt gemeinsam mit dem DRK und Brandenburger Hilfsorganisationen Impfzentrum Metropolishalle, weitere Impfstellen im Klinikum EvB und Heinrich-Heine-Klinik / Terminbuchung einfach online

Mit drei Impfzentren sowie mobilen Impfteams wird die Landeshauptstadt Potsdam die niedergelassenen Ärzte beim Impfen gegen das Corona-Virus unterstützen. Am Donnerstag wurde das Impfzentrum Metropolishalle Babelsberg im Beisein von Staatssekretär Michael Ranft vom Gesundheitsministerium, Holger Rostek von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Hubertus C. Diemer vom DRK-Landesverband Brandenburg, Tim Steckel vom Klinikum Ernst von Bergmann und Dr. Barbara Lieberei von der Heinrich-Heine-Klinik offiziell von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg an die Landeshauptstadt übergeben. Mit dem Impfzentrum Babelsberg, der Impfstelle im Klinikum Ernst von Bergmann und der Impfstelle in der Heinrich-Heine-Klinik plus mobile Impfangebote gibt es in Potsdam zahlreiche Standorte, an denen geimpft werden kann. „Die Impfbereitschaft in Potsdam ist grundsätzlich sehr hoch, nun müssen wir die Menschen motivieren, impfen zu gehen. Dazu gibt es bei den niedergelassenen Ärzten, in den drei Impfzentren und bei mobilen Impfteams die Möglichkeit, sich den Piks abzuholen“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert.

Die Termine für die Impfangebote der Stadt sind einfach online auf www.potsdam.de/impfen für die Standorte Klinikum und Heinrich-Heine-Klinik zu buchen sowie wie bisher www.impfterminservice.de für die Metropolishalle – auch kurzfristig. Die Praxen koordinieren die Terminvergabe individuell. Es besteht somit für alle Potsdamerinnen und Potsdamer ab zwölf Jahren die Möglichkeit, eine Impfung zu erhalten. In einer Bürgerumfrage der Landeshauptstadt zwischen Mitte April und Mitte Juni wurden 5600 zufällig ausgewählte Potsdamerinnen und Potsdamer auch Fragen zur Impfbereitschaft gestellt. Dabei haben knapp 85 Prozent der 2455 Befragten, die an der Umfrage teilgenommen haben, angegeben, sich impfen lassen zu wollen bzw schon geimpft zu sein. Nur 4,5 Prozent der Befragten sagten, sie wollen sich nicht impfen lassen. 11,3 Prozent gaben an, noch unschlüssig zu sein. „Diese Menschen wollen wir nun mit unserem umfangreichen und niederschwelligen Impfangeboten in vielen den Stadtteilen erreichen“, sagte Mike Schubert. Vor allem in den Stadtteilen Zentrum-Ost, Schlaatz und Waldstadt haben mehr als 15 Prozent der Befragten angegeben, noch unschlüssig zu sein.

In den vergangenen Tagen wurden bei einer Impfaktion mit der Universität Potsdam etwa 150 Studierende und Mitarbeitende der Uni geimpft. Der nächste mobile Impftag in Potsdam findet am Donnerstag, 5. August, von 11 bis 18 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Landtag Brandenburg auf dem Alten Markt statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die mobilen Impftage werden regelmäßig im Vorfeld auf der Internetseite der Stadt, auf den städtischen Seiten in den sozialen Netzwerken sowie in den Hauseingängen rund um die Aktionsstände veröffentlicht.

Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft: „Ich bin der Landeshauptstadt Potsdam sehr dankbar, dass sie das Impfzentrum in der Metropolishalle übernimmt und weiter betreibt. Die Impfzentren sind in dieser Phase der Impfkampagne wichtig, um in kurzer Zeit sehr viele Menschen gegen Corona impfen zu können. Zugleich danke ich allen Beteiligten, ganz besonders der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und dem DRK-Landesverband, für ihren großartigen Einsatz beim Aufbau und Betrieb der Impfzentren und des mobilen Impfens. Der beste Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung und ihren Folgen ist die Corona-Impfung. Deshalb rufen wir alle, die noch nicht geimpft sind, auf: Lassen Sie sich jetzt impfen!“

Holger Rostek, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB): „Ich danke allen ganz herzlich, die sich in den vergangenen Monaten so aktiv im Impfzentrum Potsdam engagiert haben. Ohne die vielen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen, der Bundeswehr sowie den ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten samt deren Praxisteams hätten wir die Corona-Impfkampagne im Land Brandenburg nicht auf die Beine stellen und ins Laufen bringen können. Aus unserer Sicht sind wir mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem die COVID-19-Impfungen zur ambulanten Regelversorgung gehören. Daher gilt unsere volle Unterstützung nun den vielen impfenden Praxen im Land. Wir freuen uns, dass wir die Verantwortung für die Impfzentren in die Verantwortung der Landeshauptstadt geben können.“

Hubertus C. Diemer, Vorsitzender des Vorstands im DRK-Landesverband Brandenburg e.V.: „Das DRK und die Brandenburger Hilfsorganisationen sind seit Beginn der Corona-Pandemie täglich in Brandenburg im Einsatz. Seit dem Impfstart im Dezember haben wir mit unseren ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern über 158.000 Impfungen in sozialen Einrichtungen in Brandenburg durchgeführt. Durch das unermüdliche Engagement der vielen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie unsere hohe fachliche Expertise im Krisenmanagement haben die Hilfsorganisationen in hohem Maße zum erfolgreichen Aufbau und Betrieb der Impfzentren beigetragen. Auf diese Unterstützung können sich die Brandenburger Kommunen und Landkreise auch für den Weiterbetrieb der Impfzentren verlassen. Unsere Botschaft ist ganz klar: Impfen ist unser einziger Weg aus der Pandemie. Wir bitten daher alle Brandenburgerinnen und Brandenburger: Nehmen sie das Impfangebot an, lassen Sie sich impfen. Schützen Sie sich selbst und ihre Mitmenschen.“

Tim Steckel, Geschäftsführender Direktor des Klinikums Ernst von Bergmann: „Wir freuen uns, unseren Teil dazu beizutragen, die Impfquote in der Potsdamer aber auch Brandenburger Bevölkerung weiter nach oben zu treiben. Wir teilen hier das dringende Anliegen der Landeshauptstadt Potsdam und engagieren uns gerne im Rahmen des kommunalen Impfauftrages. Wir sehen im Klinikum EvB ganz klar, dass die Impfungen gegen COVID-19 ihre Wirkung zeigen. Über 3000 Mitarbeitende sind bereits zweifach geimpft. Sars-Cov-2-Neuinfektionen bei unseren Mitarbeitenden kommen seit Monaten nur noch vereinzelt vor – das stimmt uns optimistisch. Zudem ist – neben dem individuellen Schutz – auch das Risiko, die Familie, Freunde oder Kolleginnen und Kollegen zu infizieren, deutlich geringer.“

Dr. med. Barbara Lieberei, Chefärztin und medizinische Leiterin Heinrich-Heine-Klinik, und Carola Mende, Klinikleiterin: „Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur jeden Einzelnen und die Gesellschaft mit vielerlei komplexen Auswirkungen betroffen und belastet, sondern in Deutschland bislang erhebliche medizinische und gesundheitliche Kollateralschäden hinterlassen. Dies konnten wir in der Heinrich-Heine-Klinik als großes psychosomatisches Fachzentrum Tag für Tag erleben: in den vergangenen anderthalb Jahren haben wir in der Heinrich-Heine-Klinik erlebt, wie aus den direkten und indirekten Folgen der Corona-Pandemie erhebliche psychische, psychosomatische und körperliche Folgeerkrankungen resultieren können. Auch bei indirekt durch die Pandemie Betroffenen können gehäuft psychische und psychosomatische Störungen auftreten, denn die COVID-19-Pandemie hat für den Einzelnen und die Gesellschaft vor viele außergewöhnliche Anforderungen und Belastungen gestellt, die sich zum Teil erheblich auf die psychische Gesundheit auswirken können. Wir sind uns als MitarbeiterInnen der Klinik einig, dass das Impfen eine der wichtigsten Maßnahmen ist, um aus der Pandemielage herauszukommen und wieder schrittweise in die Normalität zurückkehren zu können, was für den Einzelnen wie für die Gesellschaft gilt. Als Klinik haben wir in den vergangenen Monaten schon erfolgreich den Großteil unseres Personals impfen dürfen und konnten ein Impfangebot für Lehrerinnen und Lehrer umsetzen. Die MitarbeiterInnen der Heinrich-Heine-Klinik in Potsdam-Neu Fahrland freuen sich nun, Teil der neuen Impfkampagne zu sein und vielen Menschen in unserem schönen Ambiente ein Impfangebot machen zu können.“

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