Drei Verletzte nach Explosion in Wohngebäude

#Hilter (ots)

Wie bereits berichtet, kam es am Neujahrsmorgen in Hilter-Wellendorf zu einer folgenschweren Explosion in einem Wohnhaus. Die zuständige Polizei Georgsmarienhütte hat die Spurensuche und – sicherung am Tatort am Freitagnachmittag abgeschlossen. Das Wohngebäude wurde, auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Osnabrück, wieder für die Bewohner freigegeben. Es besteht keine Einsturzgefahr, allerdings sind erhebliche Sachschäden entstanden. Derzeit kann ausgeschlossen werden, dass mehr als die drei verletzten Personen an der Tathandlung beteiligt waren. Zur Detonation kam es, als drei chemische Substanzen miteinander vermischt werden sollten. Die jungen Männer hatten beabsichtigt, einen Feuerwerkskörper zu basteln. Ein 21-jähriger Mann aus Hilter schwebt derzeit nicht mehr in Lebensgefahr, allerdings verlor er mehrere Finger und erlitt weitere schwere Verletzungen. Die Ermittlungen zu den weiteren Hintergründen der Tat dauern an, keiner der Verletzten konnte bislang zur Sache vernommen werden. Der Tatvorwurf lautet „Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion“ gemäß §308 Strafgesetzbuch.

Erstmeldung:

Am Neujahrsmorgen, gegen 00:40 Uhr, ereignete sich am Wellendorfer Ring eine folgenschwere Explosion in einem Wohngebäude. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatten drei Männer im Alter von 20, 21 und 26 Jahren mit Chemikalien hantiert, um einen Knallkörper zu bauen. Beim Vermischen der Substanzen kam es im Obergeschoss zur unkontrollierten Detonation. Die Männer erlitten Verletzungen durch die Druckwelle, umherfliegende Splitter und die Hitzeeinwirkung. Ein 20-jähriger Mann aus Hilter verletzte sich leicht, ein 26-jähriger Mann aus Bad Rothenfelde erlitt schwere Verletzungen. Ein 21-jähriger Mann aus Hilter erlitt lebensgefährliche Verletzungen, ihm wurden Teile der Extremitäten abgetrennt. Alle Männer kamen in Krankenhäuser. Am Wohngebäude, einer Doppelhaushälfte, entstand erheblicher Sachschaden. Die Höhe der Schäden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Der Tatort wurde beschlagnahmt, möglicherweise besteht Einsturzgefahr. Die Polizei Georgsmarienhütte hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat, insbesondere den vermischten Substanzen und dem Unglückshergang, aufgenommen. Sollten aus den anstehenden Ermittlungen weitere Erkenntnisse gezogen werden können, folgt deren Veröffentlichung auf diesem Kanal.

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