Dritte Einzelhandelsvollerfassung startet Mitte September

Wie steht es um den stationären Einzelhandel in brandenburgischen Städten und Gemeinden, welche Sortimente werden geführt und wieviel Leerstand gibt es? Antworten soll die, unter Federführung der Gemeinsamen Landessplanungsabteilung Berlin-Brandenburg und gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Handel ab Mitte September 2021 startende dritte Einzelhandelsvollerfassung im Land Brandenburg geben. Mit den Ergebnissen sollen Trends sowie aktuelle Entwicklungen identifiziert und damit eine Datenbasis für die Arbeit der Landesplanung und der Kooperationspartnerinnen und -partner geschaffen werden.

Als ressortübergreifendes Kooperationsprojekt startet Mitte September 2021 im IHK Kammerbezirk Potsdam die dritte Einzelhandelsvollerfassung im Land Brandenburg. Unter der Federführung der Gemeinsamen Landessplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) wirken hierbei das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie, das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, der Handelsverband Berlin-Brandenburg e. V. sowie die Industrie- und Handelskammern Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg mit. Unterstützt wird die GL durch das Landesamt für Bauen und Verkehr. Für ihre Zusammenarbeit haben die Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner eine gemeinsame Kooperations- und Finanzierungsvereinbarung geschlossen.

Aufbauend auf den Ergebnissen der 2015/2016 erfolgten Einzelhandelserfassung für das Land Brandenburg werden in den Kommunen eine Vollerhebung und Bewertung der Standortlage von stationären Einzelhandelsbetrieben, der örtlichen sortimentsgenauen Einzelhandelsausstattung und der Leerstandsituation vorgenommen sowie Umsatzkennziffern ermittelt. Gegenüber den Vorerhebungen 2010 und 2015/2016 können die zwischenzeitlichen Veränderungen aufgezeigt werden.

Im Ergebnis der Einzelhandelsvollerfassung soll eine belastbare Einschätzung der Handelslandschaft in Brandenburg entstehen. Auch Trends wie die zunehmende Verzahnung von Onlinehandel und stationärem Handel sowie aktuelle Entwicklungen, zum Beispiel bei den Leerständen, können so identifiziert werden.

Mit dem Ziel, die Attraktivität der Innenstädte zu erhalten, eine möglichst gute Grundversorgung in den ländlichen Räumen zu sichern und dabei den lokalen Handel zu stärken, können auf Basis der Ergebnisse bedarfsgerechte Maßnahmen eingeleitet werden. Die Bestands- und Vergleichsdaten zur Handelslandschaft sind damit eine wichtige Grundlage auch für die raumordnerische Bewertung und Steuerung des großflächigen Einzelhandels. Besonders für die Beurteilung von formellen und informellen Planungsverfahren wie Bauleitplanungen, Stadtentwicklungskonzepten, Regionalen Entwicklungskonzepten und der Landesplanung oder bei neuen Handelsansiedlungen und Maßnahmen zur Stärkung der Innenentwicklung von Städten wie auch bei der ländlichen Entwicklung sind die Daten elementar. Für die Kommunen sind sie eine wichtige Grundlage, um eigene kommunale Einzelhandelskonzepte zu entwickeln und bestehende Konzepte fortzuschreiben.

Die Durchführung der Vollerhebung und gutachterliche Unterstützung erfolgt durch die BBE Handelsberatung GmbH, Niederlassung Leipzig, in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Noceanz GmbH. Der Erstellungszeitraum des Gutachtens umfasst circa ein Jahr.

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