Durch Tunnel kriechen, Nachtraum wagen, Gletscher schieben: Axel Vogel eröffnete neue Dauerausschau im Naturpark Hoher Fläming

Potsdam – Umweltminister Axel Vogel hat die neue Dauerausstellung im Naturparkzentrum Hoher Fläming eröffnet. Der Naturparkverein Hoher Fläming e.V. als Betreiber des Naturparkzentrums in Raben konnte dank der Förderung des Umweltministeriums sowie des Landkreises Potsdam-Mittelmark und mit Unterstützung der Naturparkverwaltung die Dauerausstellung nach der erstmaligen Eröffnung vor 20 Jahren völlig neugestalten lassen.

Die neue Dauerschau bietet den Besucherinnen und Besuchern sieben thematische Bereiche, die die Schwerpunkte des Naturparks umfassen: Die Lebensräume Wald, Wiese, Gewässer und Agrarlandschaft sowie die Bereiche Kultur, Landschaftsentstehung und Klimawandel im Naturpark.

Umweltminister Axel Vogel: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein roter Faden zieht sich durch diese Ausstellung und die Arbeit der elf Brandenburger Naturparke: Naturparke sollen Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung sein. Dazu gehört eine dauerhaft-umweltgerechte Landnutzung genauso, wie lebenswerte Dörfer und Städte mit nachhaltiger Wertschöpfung, guten Bildungsmöglichkeiten und kulturellen Angeboten. Das gelingt im Hohen Fläming mit verantwortungsvollen Landwirten, die zunehmend nach ökologischen Kriterien wirtschaften und vielen kreativen Menschen, die sich hier wohl fühlen und die Region nachhaltig mitgestalten.“

Der Minister dankte dem Naturparkverein und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark für ihr Engagement – auch bei der Erarbeitung der Exposition: „Die Ausstellung hilft uns, unsere Handlungsmöglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft zu erkennen und zu nutzen, damit der Hohe Fläming auch für unsere Folgegenerationen lebenswert bleibt“, so Axel Vogel. „Der Hohe Fläming gehört zu den niederschlagärmsten Regionen Deutschlands. Gut, dass den Auswirkungen des Klimawandels in dieser Ausstellung viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.“

Ein einmalig gutes Wanderwegenetz, Radrouten und Reitwege, aber auch diese Ausstellung, führen über 350.000 Besucherinnen und Besucher jährlich und die Einwohnerinnen und Einwohner gleichermaßen näher an die Natur im Hohen Fläming heran. Besonders freue ich mich, dass bei der Konzeption der neuen Ausstellung der Fokus auch auf eine kindgerechte Gestaltung gelegt wurde und der Naturpark damit noch attraktiver für Familien wird.“

 

Die Gäste bekommen einen tiefen Einblick in das Land der Ritterburgen, Rummeln und Riesensteine: Von der Geologie, der Besiedlung, den typischen Burgen und Feldsteinkirchen, über eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft bis hin zum Klimawandel im Naturpark geht das Themenspektrum. Neben einem frischen Design der Ausstellung sind die in der Natur oft verborgenen Bewohner hier in lebensechten Präparaten zu bewundern: In kalten Flämingbächen leben Edelkrebse und Bachneunauge, in den Belziger Landschaftswiesen leben die letzten Großen Brachvögel und Großtrappen Brandenburgs.

Für Kinder gibt es einen Forscherbereich, in dem verschiedene Exponate und Präparate untersucht werden können. Für kleinere Kinder gibt es mehrere Kriechtunnel, in denen man von einem Ausstellungsbereich in den nächsten krabbeln kann sowie für mutige Kinder und Junggebliebene einen großen Nacht- und Dämmerungsraum, in dem man den Tieren der Nacht begegnen kann.

Erwachsene Besucherinnen und Besucher können in einem interaktiven Spiel eine Feuchtwiese pflegen, Gletscher über den Hohen Fläming schieben oder sich ein klimafreundliches Mittagessen zusammenstellen.

Ergänzend zur Ausstellung ist noch ein Multimediaguide geplant, der Führungen in leichter Sprache und in Englisch sowie eine Highlight-Tour umfasst. Perspektivisch soll dieser Multimediaguide noch um weitere thematische Touren erweitert werden.

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