Elyas M´Barek: Jeder kann einen Pimmel malen, aber keiner eine Vagina

Berlin (ots)

 

Liebesdings – so heißt der neue Film mit Elyas M’Barek. Er spielt darin einen Filmstar, der von einer Boulevard-Reporterin gejagt wird und sich in ein kleines Off-Theater flüchtet. Das Theater wird von einem feministischen Team geleitet. Er setzt sich dort einen Hut auf, der einer weiblichen Klitoris nachgebildet ist – rbb88.8, der Landeswelle des rbb, hat Elyas M´Barek vor dem Filmstart erzählt, wie das für ihn war:

„Ich weiß gar nicht was daran so schlimm sein soll, einen Klitoris-Hut aufzuhaben. Also ich hab schon mehrere Begegnungen in meinem Leben mit Klitorissen gehabt – ist das eigentlich der richtige Plural? (Richtig: Klitorides, Anm. d. Red.) Ich weiß nicht, warum Leute das als so einen Tabubruch ansehen. Es war sehr heiß da drin und ich konnte nichts sehen, aber das hat halt Spaß gemacht.“ Für ihn ergibt es durchaus Sinn, ein bisschen Nachhilfe in Sachen weibliche Anatomie zu geben: „Es ist zurecht einfach sensibler geworden, der Umgang damit, glaube ich. Jeder kann einen Pimmel malen, aber keiner kann tatsächlich eine Vagina zeichnen – oder wenige. Es ist immer so eine Art Tabu, man möchte nicht drüber sprechen, es gibt Berührungsängste. Ich glaub schon, dass unser Film einen Beitrag dazu leistet, dass man viel freier mit solchen Themen umgehen sollte und generell auch viel toleranter sein und viel netter miteinander umgehen muss.“

Zum Team von Liebesdings (Start 07. Juli 2022) von Anika Decker gehören neben Elyas M’Barek auch Lucie Heinze, Maren Kroymann, und Alexandra Maria Lara.

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