Entwicklungsträger Potsdam: Baustart für die erste Grundschule in Krampnitz

Bildung als Heimvorteil

Baustart für die erste Grundschule in Krampnitz

 

Die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes Krampnitz zu einem innovativen, urbanen sowie nachhaltigen Stadtquartier nimmt Fahrt auf. Mit einem symbolischen Spatenstich haben Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert und der Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Potsdam, Bert Nicke, heute den Startschuss für die Errichtung einer Grundschule mit Kita, Hort und Sporthalle auf dem Areal gegeben. Das Projekt ist das erste Hochbauvorhaben der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme.

„Nach einer mehrjährigen Planungs- und Vorbereitungsphase erlebt das neue Stadtquartier Krampnitz heute seine wirkliche Geburtsstunde. Es wächst ein neuer Stadtteil, der mit seiner Nutzungsvielfalt und sozialen Mischung das Potsdamer Stadtleben mehr als bereichern wird. Wichtige Einrichtungen der Daseinsvorsorge werden sich direkt im Quartier befinden. Somit hat der Baustart der Grundschule eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des neuen Potsdamer Nordens“, erklärt Oberbürgermeister Mike Schubert.

Die Grundschule entsteht unmittelbar am künftigen Zentralpark in zwei denkmalgeschützten Bestandsgebäuden sowie in einem ergänzenden Neubau. 600 Schul- und 160 Kitakinder werden hier künftig unterrichtet und betreut.

„Der Schulcampus im Herzen des neuen Quartiers ist der erste Meilenstein für die Bildungsinfrastruktur in Krampnitz. Das neue Stadtquartier wird ein Ort der kurzen Wege mit einem Bildungsangebot von der Kita bis zum Abitur. Zudem sollen die Räumlichkeiten auch außerhalb des Schulbetriebes durch Vereine oder quartiersbezogene Projekte und Initiativen genutzt werden können. Hier wird ein zentraler generationsübergreifender Ort entstehen im Sinne des Gemeinwohls. Krampnitz wird zusammen mit seinen Bewohnern wachsen“, ergänzt Entwicklungsträger-Geschäftsführer Bert Nicke.

Die Grundschule entsteht nach Plänen der Architekturbüros AFF Architekten und Birgit Hammer Landschaftsarchitektur. Das Raumprogramm sieht die Schaffung sogenannter Clustermodule vor, in denen inspirierende Lernlandschaften mit Schulräumen, Räumen für Gruppenarbeiten, Lehrerzimmern und Hortbereichen geschaffen werden. Die innovativen Lernstrukturen bieten damit Raum für einen Ganztagesbetrieb.

Das Bauvorhaben wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit Fördermitteln in Höhe von 4 Millionen Euro durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert. Zudem sollen bei dem Projekt unter Einbeziehung innovativer Lösungen aus den Bereichen Wärme- und Energieversorgung die Ziele des städtischen „Masterplan 100% Klimaschutz bis 2050“ umgesetzt werden. Unter dem Motto „Energie aus eigenem Anbau“ werden beispielsweise Photovoltaik- und Solarthermieanlagen für die Stromerzeugung, Raumheizung und zur Warmwasserbereitung genutzt sowie Energie mittels Wärmepumpen aus der Fortluft von Lüftungsanlagen gewonnen. Der Anteil regenerativer Energien soll damit in der energetischen Jahresbilanz des Neubauteils der Schule künftig bei rund 40 Prozent liegen.

Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf rund 34 Millionen Euro. Die Fertigstellung von Rohbau und Freianlagen soll voraussichtlich 2022 und 2023 erfolgen. Zum Einzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner in Krampnitz im Jahr 2024 soll der Schulcampus öffnen.

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