Erfolgreicher Abschluss des Mentoring-Programms „Frauen in Führung“ der Landeshauptstadt Potsdam

Der Dezernent für Zentrale Verwaltung, Dieter Jetschmanegg, informiert heute im Hauptausschuss die Stadtverordneten über den erfolgreichen Abschluss des Mentoring-Programms „Frauen in Führung“ der Landeshauptstadt Potsdam. In der Landeshauptstadt Potsdam steht Mentoring von nun an für die individuelle und praxisnahe Förderung von internen Nachwuchsführungskräften. Ziele des Mentoring-Programms sind, die Startposition von Frauen bei zukünftigen Auswahlverfahren entscheidend zu verbessern und sie zu motivieren, eine Führungsposition wahrzunehmen.

„Vor allem in den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass sich Mentoring in die Rekrutierungsstrategie und –praxis der Landeshauptstadt Potsdam integriert hat. Vier Kolleginnen aus dem Programm haben Führungspositionen in der Landeshauptstadt Potsdam eingenommen. Wir werten das Programm als Erfolg und werden eine weitere Runde im Frühjahr 2021 starten“, sagt Dieter Jetschmanegg, Dezernent für Zentrale Verwaltung.

Die Gleichstellungsbeauftrage der Landeshauptstadt Potsdam, Martina Trauth, ergänzt: „Beim Mentoring-Programm geht es nicht um Frauenförderung im Sinne einer tatsächlichen oder vermeintlichen Bevorzugung von Frauen. Es ist vielmehr eine gute Strategie, die vorhandenen Kompetenzen der weiblichen Mitarbeiterinnen sichtbar und nutzbar zu machen und Frauen gemäß ihren Kompetenzen einzusetzen. Mentoring hilft dem Leistungsprinzip zum Durchbruch, indem Bedingungen geschaffen werden, unter denen alle leisten können und wollen“, so Trauth.

Neben dem Ziel, Frauen zu motivieren, eine Führungsposition wahrzunehmen, soll die betriebliche Netzwerkarbeit für den weiblichen Führungskräftenachwuchs etabliert und langfristig die paritätische Geschlechterverteilung in Führungspositionen der Verwaltung erreicht werden. Eine Besonderheit des Programmes ist, dass sich der Mentorenpool nicht nur aus Führungskräften der Stadtverwaltung, sondern auch aus kommunalen Unternehmen, wie dem Unternehmensverbund ProPotsdam und den Stadtwerken Potsdam, zusammensetzt.

In monatlich stattfindenden Treffen wurde sich über Erfahrungen, Führungsmethoden, Praxisbeispiele, informelle Regeln, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben usw. ausgetauscht, Wissen weitergegeben und an der Erreichung der Zielsetzung der Mentees gearbeitet. Die Mentoren/innen haben ihre Mentee aktiv in die Rolle einer Führungskraft einbezogen, wie etwa durch Job-Shadowing, gemeinsamen Aktivitäten, Teilnahme an Meetings, kleinen Aufträgen etc. Darüber hinaus wurde das Mentoring mit einem Begleitprogramm unterstützt: Die Mentees nahmen anfangs am Seminarprogramm „Frauen führen kompetent“ teil, wo u. a. Führungs- und Kommunikationsmethoden, Rollen und Herausforderungen in Führungspositionen und der Umgang mit Gleichberechtigung vermittelt wurden. In einer Peergroup mit externer Moderation tauschten sich die Mentees regelmäßig untereinander aus. Zum Ende durchliefen die Mentees ein Potenzialanalyseverfahren, um ihre Entwicklung nachvollziehen zu können und ihrem Potenzial nachhaltig bewusst zu sein.

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss Ende 2017, erstmalig ein Mentoring-Programm für Mitarbeiterinnen anzubieten. Ende 2018 ist das Programm „Frauen in Führung“ als Pilot mit zehn Tandems gestartet. Mentoring wird als zeitlich begrenzte Beziehung definiert, in der eine erfahrene Person (Mentor/in) ihr Wissen und ihre Erfahrungen an eine weniger erfahrene Person (Mentee) zur persönlichen und beruflichen Entwicklung weitergibt.

Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung wurden gestern die Teilnahmezertifikate an die Mentees sowie Mentorinnen und Mentoren überreicht.

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