Erfolgreicher Enkeltrickbetrug – Schlimmeres durch aufmerksamen Nachbarn verhindert!

#Ketzin – Polizei bekannt: Donnerstag, 27.02.2020, 17:00 Uhr –

 

Ein aufmerksamer Zeuge informierte gestern Nachmittag die Polizei darüber, dass seine Nachbarin Bargeld für einen Enkel, der sich telefonisch bei ihr gemeldet hatte, übergeben wolle. Dies kommt ihm komisch vor, sodass er die Rentnerin zunächst daran hinderte weiteres Bargeld zu übergeben. Die Dame hatte nämlich bereits am Vortag, als der falsche Enkel das erste Mal angerufen hatte, mehrere Tausend Euro bei ihrer Bank abgehoben und an eine Freundin des vermeintlichen Enkelkindes übergeben. Am darauffolgenden Tag, den 27.02.2020, meldete sich der Täter abermals bei der Frau, denn es hatte ja schon einmal geklappt und bat die Geschädigte weiteres Bargeld zu besorgen. Fingierter Hintergrund war ein Immobilienkauf des Enkels, wofür er dringend noch am selben Tag Bargeld benötigen würde. Die Geschädigte zeigte sich wiederum einverstanden, eine diesmal noch höhere Summe Bargeld zu übergeben. Sie gab jedoch zu bedenken, dass sie dazu nach Potsdam fahren müsse, da sie eine so hohe Summe nur dort bekommen würde. Der falsche Enkel bat die Dame inständig das Geld zu besorgen und bot der Frau an, ein Taxi zu bestellen, welches sie nach Potsdam und zurückbringen sollte. Die Geschädigte fragte daraufhin einen Nachbarn um Begleitung, da sie mit einer derart hohen Summe Bargeld nicht allein unterwegs sein wollte. Zum Glück! Der Nachbar wurde stutzig und informierte die Polizei. Durch das besonnene Verhalten eines Zeugen konnte glücklicherweise verhindert werden, dass die Dame um noch mehr Bargeld betrogen wurde.

Die Polizei warnt abermals eindringlich vor solchen Betrugsmaschen:

–         Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

–         Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können!

–         Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!

–         Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!

–         Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind!

–         Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei!

Sie erreichen sie unter der Nummer 110.

–         Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und sich nicht selbst mit Namen vorstellen.

–         Antworten Sie auf die Aufforderung „Rate mal wer hier dran ist“ nicht mit den wirklichen Namen oder der Stellung von Verwandten.

–         Erfragen Sie Details beim Anrufer, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

–         Informieren Sie sich bei Familienangehörigen und rufen Sie nur die Ihnen bekannten Telefonnummern an.

–         Geben Sie keine Einzelheiten zu familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

–         Lassen Sie sich vom Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen.

–         Seien Sie misstrauisch, wenn angebliche Verwandte Sie am Telefon um Geld bitten.

–         Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald der Anrufer Geld von Ihnen fordert.

–         Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

–         Ruft jemand unter der Notrufnummer 110 an, können Sie sicher sein, hier ist ein Trickbetrüger am Werk.

–         Auch hier gilt, keine Informationen über Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände herausgeben

–         Informieren Sie sofort die Polizei (Notruf 110), wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

–         Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist.

–         Seien Sie auch der Polizei (und anderen unbekannten Personen) gegenüber an der Haustüre misstrauisch und rufen Sie die zuständige Dienststelle oder den Notruf an. Dort kann man den Einsatz bestätigen oder Ihnen Hilfe senden.

Weitere Tipps zum Schutz vor dem Enkeltrick und anderen Formen des Trickbetruges erhalten Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de , in den Broschüren „Sicher Leben“ und „Sicher zu Hause“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) sowie bei jeder Polizeidienststelle.

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