Erfolgsmodell Jugendbauhütte – Minister Beermann übernimmt Schirmherrschaft

Infrastrukturminister Guido Beermann hat heute erstmals die Einsatzstelle der Internationalen Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) im Schlosspark Altdöbern besucht. Im Gepäck hatte er weitere Fördermittel in Höhe von rund 96.000 Euro für die Fortsetzung der Arbeiten.

Guido Beermann: „Ich freue mich, die Schirmherrschaft über die Jugendbauhütte im Schlosspark Altdöbern zu übernehmen. Die Jugendbauhütte hat Modellcharakter. Sie widmet sich in diesem Projekt erstmals der Wiederherstellung und Pflege einer historischen denkmalgeschützten Parkanlage. Die Teilnehmenden haben in den vergangenen elf Jahren sehenswertes vollbracht und zur Revitalisierung des Schlossparks beigetragen. Jugendliche aus dem In- und Ausland haben durch den freiwilligen einjährigen Einsatz die Chance, Klarheit über ihre eigenen Fähigkeiten und beruflichen Neigungen zu gewinnen. Die gemeinsame Zeit bietet aber auch die Möglichkeit, etwas über andere Länder und Kulturen zu erfahren. Wir möchten dieses Projekt gerne weiter unterstützen und können bis 2022 weitere 96.200 Euro bewilligen. Insgesamt haben wir nunmehr 1,25 Millionen Euro bereitgestellt. Das ist gut angelegtes Geld für die vom Braunkohletagebau in Mitleidenschaft gezogene Schlossanlage.“

Die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) initiierte „Internationale Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege“ arbeitet seit 2009 im Schlosspark Altdöbern. Die DSD unterhält in Zusammenarbeit mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) bundesweit 13 derartiger Jugendbauhütten. Die „Grüne Jugendbauhütte“ mit der Haupteinsatzstelle in Altdöbern ist in ihrer Ausrichtung auf die Gartendenkmalpflege einzigartig. Dieses Projekt wird in enger Kooperation mit der Brandenburgischen Schlösser GmbH, dem Amt und der Gemeinde sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung durchgeführt. Als eine gelungene Symbiose kann die Zusammenarbeit mit dem Träger für die Bergbausanierung, der LMBV, bezeichnet werden. Da das Parkareal durch den Grundwasserentzug durch den Tagebau Greifenhain stark in Anspruch genommen worden ist, gab und gibt es viele Überschneidungen. Altdöbern mit dem ehemaligen Tagebau Greifenhain gehört zum Sanierungsbereich der LMBV.

Schloss und Park Altdöbern zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen im südlichen Brandenburg und entwickelt sich zu einem wesentlichen Standort im Bereich des Lausitzer Seelandes. In den 11 Jahren hatte das Projekt 96 Teilnehmende aus 15 Ländern (Polen, Türkei, Spanien, Armenien, Italien, Frankreich, Ukraine, Weißrussland, Israel, Großbritannien, Österreich, Aserbaidschan, Belgien, Deutschland und Australien (1)). Mit der unterstützenden Finanzierung der Jugendbauhütte in Altdöbern ist es gelungen, Kernteile des Landschaftsparks zu sanieren. Diese Arbeiten trugen und tragen zur Aufwertung des Parks als regionales Kulturerbe bei. Im Jahr 2018 wurde die Anlage deshalb auch in den Europäischen Parkverbund Lausitz aufgenommen.

Insgesamt wird die Jugendbauhütte am Standort Altdöbern durch das Ministerium mit 1,25 Millionen Euro aus dem Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung unterstützt worden.

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