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Ergänzenden FAQ zur E-Bus-Linie E30 in der Stadt Werder Havel

Antworten zu Fragen zur neuen Linie E30 auf der Insel der Stadt Werder (Havel):
Auf der Inselstadt verkehrt seit 2. Juni ein Elektrobus. Warum hat man sich dafür entschieden?
Die Idee zu diesem Vorhaben entstand aus der Evaluation des powerbus-Projektes. Einerseits sollte
die Werderaner Insel als Kleinod der Stadt weiter per ÖPNV erschlossen werden. Andererseits bot sich
die zur Diskussion stehende Strecke durch die kleinen Straßen der Altstadt Werders für den Einsatz
eines elektrisch betriebenen Kleinbusses förmlich an. Störender Lärm und Emissionen werden
vermieden, schmalere Straßen können eingebunden werden.
Warum wurde der Haltepunkt des 630 auf der Insel abgeschafft?
Der Bus 630 hatte nur einen Halt auf Inselstadt. Die Behinderungen und Verspätungen der großen
Busse der Linie 630 führten immer wieder zu Problemen. Im Schnitt wurde er von sechs Fahrgästen
pro Tag genutzt. Bereits jetzt nach nur einer Woche liegt die Nutzung des E30 deutlich darüber.
Der Bus der E30 ist viel kleiner als jener der 630. Werden die Insulaner damit nicht vom ÖPNV
abgehängt?
In den Kleinbus der Linie E30 passen bei einer Fahrt so viele Fahrgäste, wie täglich vom und zum Markt
die Linie 630 nutzten. Er hält an fünf zusätzlichen Haltestellen. Er fährt halbstündlich statt bisher nur
stündlich und dies auch samstags. Man kann also sagen, dass für den bisherigen Bedarf von
durchschnittlich 6 Nutzern pro Tag ein Angebot von 90 Plätzen pro Tag bereitgestellt wird. Somit
handelt es sich um eine deutliche Verbesserung des ÖPNV-Angebotes für die Insulaner.
Gab es im Vorfeld Fragen zu den Bedürfnissen der Kunden?
Ende 2018 / Anfang 2019 fand eine umfangreiche Fahrgastbefragung beim powerbus statt, wo auch
über mehrere Tage hinweg 27 Interviews mit Fahrgästen geführt wurden, die ihre Fahrt auf der Insel
begonnen oder beendet hatten. Hierbei wurde unter anderem auch nach der gewünschten
Umsteigezeit zwischen zwei Linien gefragt. Der Mittelwert lag hier bei 9 Minuten gewünschter
Umsteigezeit. Des Weiteren wurde festgestellt, dass je 40 Prozent der Fahrgäste von der Insel als Ziel
den Bahnhof und den Werderpark angegeben haben, die restlichen Fahrgäste andere Ziele wie zum
Beispiel die Post.
Wie ist der E-Bus E30 denn an das powerbus-Netz angeschlossen, um zum Beispiel den Werderpark zu
erreichen?
Der Werderpark ist neben der Haltestelle Werderpark der Linie 630 ja auch über die Haltestelle
Strengbrücke (Linien 580, 607, 631) an das powerbus-Netz angeschlossen. Alle Geschäfte des
Werderparks liegen im laut Nahverkehrsplan zulässigen Einzugsbereich von 500 Metern. An der
Haltestelle Post besteht die Möglichkeit zum Umstieg in eine Vielzahl von regiobus-Linien. Als
Zubringer zur E30 fungieren die Linien 631 vom Bahnhof (10 min Umsteigezeit), 631 aus Potsdam und
von der Strengbrücke (Werderpark) (14 min), 633 von Bliesendorf (8 min), 633 / 641 vom Bahnhof (11
min), 641 von Beelitz (8 min). Als Abbringer der E30 fungieren die Linien 631 zum Bahnhof (5 min
Umsteigezeit), 631 nach Potsdam und zur Strengbrücke (Werderpark) (11 min), 633 nach Bliesendorf
(8 min), 633 / 641 zum Bahnhof (11 min), 641 nach Beelitz (8 min). Aufgrund des Rundkurses hängen
Abfahrtszeit und Ankunftszeit des Busses zusammen, so dass die Umsteigezeiten zur E30 und von der
E30 gleichmäßig aufgeteilt wurden.

Wie ist es mit Gehbehinderten? Kommen die in den Bus?
Für viele auf der Insel lebende Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, ist der E30 eine Verbesserung,
weil er erstmals alle Bereiche der Insel erschließt und nicht nur den Marktplatz anfährt. Bisher war es
vielen mobilitätseingeschränkten Personen aufgrund der Entfernung bis zur Haltestelle „Am Markt“
gar nicht möglich, den ÖPNV zu benutzen. Jetzt ist dies aber machbar aufgrund der deutlich kürzeren
Wege zu den neuen Haltestellen. Erfahrungsgemäß ist der Einstieg in einen E-Vito auch bequemer als
in einen Pkw, wie beispielsweise ein Taxi.
Passen denn Einkäufe oder Kinderwagen in den kleinen Bus?
So klein ist der E30 dann auch nicht. Er hat ein Gepäckabteil, in welches auch Einkäufe passen. Für
große Kinderwagen reicht der Platz bei voller Besetzung leider nicht. Wenn die hintere Sitzbank aber
nicht belegt ist, kann zusätzlicher Raum durch Verschieben der Sitze gewonnen werden. Der Fahrer ist
entsprechend geschult und wird hier kundenorientiert eingreifen.

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