Erik Stohn zur heutigen Sondersitzung des Landtages, die die AfD-Fraktion geschlossen verlassen hat

„Zusammenhalt braucht es jetzt. Aber eine Kraft hat heute wieder mal bewiesen, dass sie das nicht will. Die AFD ist mit ihrer Argumentation die Pandemie sei vorbei und von Corona gehe kaum Gefahr aus, von der Wirklichkeit überholt worden. Ohne Argumente bleibt der AFD nur selbstbezogenes Gejammer über den Sitzungstermin und der billige Schrei nach Aufmerksamkeit durch Auszug aus der Plenarsitzung.

Das Helmholtz-Institut hat errechnet: Wir haben unsere Kontakte um etwa 40 Prozent reduziert. Wir brauchen aber eine Reduktion um 75 Prozent. Die Maßnahmen müssen verlängert werden. Die Welle ist noch nicht gebrochen.

Heute haben wir 629 neue Fälle – eine neue Rekordzahl. Vergleichen wir die gemeldeten Neuinfektionen dieser Woche mit denen der Vorwoche, so ist das ein Anstieg von 18 Prozent. Der Anstieg ist weniger stark, als zu Beginn des Monats, aber er ist noch kein Rückgang. Wir müssen es aber hinbekommen, dass genau dieser Anstieg durchbrochen wird. Deswegen konnte es gestern nicht um Lockerungen und Öffnungen gehen, sondern um Verlängerung und Nachjustierung.

Wir hoffen alle auf ein besseres 2021 und die Nachrichten von Impfstoffen geben dazu auch Anlass. Mit der Impfung ist es möglich, den Weg zurück zur Normalität zu beschreiten. Ich will nichts versprechen, denn es liegt nun an jeden Einzelnen von uns verantwortungsvoll und konsequent seine Kontakte zu reduzieren, weil das die Chance auf schöne Feiertage im Kreise unserer Liebsten eröffnet.

Menschlichkeit, Solidarität und Hoffnung das sind nicht nur die Werte von Weihnachten, sondern auch die Werte, die wir brauchen, um die Pandemie zu überwinden.“

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