Erik Stohn zur Impflogistik mit AstraZeneca

Erik Stohn über das Impfen mit AstraZeneca und die neuen Lücken in der Impflogistik:

„Unser Ziel ist es, schnellstmöglich die Menschen im Land zu impfen. Dazu haben wir in den Ländern eine Impflogistik aufgebaut und der Bund den Impfstoff besorgt. Bisher war die Logistik immer besser als die Impfstoffmenge. Mit der Lieferung des neuen Impfstoffes von AstraZeneca scheint sich dies umgekehrt zu haben. Erstmals haben wir mehr Impfstoff, als berechtigte Impfwillige. Der Impfstoff ist in Brandenburg schon vor einiger Zeit geliefert worden und erst nach einigen Tagen an die Impfzentren verteilt worden. Vor Ort zeigte sich aber, dass es noch immer nicht gelungen war, genügend Impfwillige gefunden zu haben. In Ostprignitz-Ruppin waren nur 18,9 Prozent des gelieferten Impfstoffes terminlich vergeben. Offensichtlich funktioniert unsere Terminvergabe noch nicht gut genug. Vielleicht ist auch die Terminvergabe im Falle des AstraZeneca-Impfstoffes zu spät gestartet worden. Wir müssen offensichtlich früher mit der Terminvergabe und Ansprache der Impfberechtigten beginnen. Außerdem müssen wir unsere Aufklärungskampagne früher starten. Offensichtlich haben wir erhebliche Lücken in der Logistik, die wir schnell schließen müssen. Wir sollten dieses Problem nicht hektisch auf die untere Ebene verlagern, sondern als Land besser werden. Wenn jetzt Einzelne überengagiert waren, dann zeigt es umso mehr, dass wir dringend handeln müssen und unsere Impflogistik justieren müssen.“

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