Erlaubt, aber bislang nicht zugelassen – Dobbert plädiert für schnelle Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests für Laien

Viele Medien haben darüber berichtet: Am Mittwoch (03.02.2021) trat eine
Änderung der Medizinprodukteabgabeverordnung (MPAV) in Kraft, nach der es ab
sofort grundsätzlich möglich ist, dass Apotheken Corona-Schnelltests an Patienten
direkt abgeben. Noch am gleichen Tag gingen viele Brandenburger in ihre Apotheken,
um sich dort mit entsprechenden Testsets zu versorgen – leider ohne Erfolg. Und
das liegt – wie die Landesapothekerkammer Brandenburg mitteilt – nicht an den
Apotheken!
Das Bundesgesundheitsministerium war als Verordnungsgeber vielmehr schneller
als die Behörden, die für die Zulassung zuständig sind. Denn für eine derartige
Zulassung werden auch entsprechende Studien benötigt, an denen es derzeit
offenkundig mangelt. Zwar kann in besonderen Fällen auch eine Sonderzulassung
ausgesprochen werden, diese hatte aber laut Berichten in Fachmedien bis Freitag
noch kein Hersteller beantragt.
„Einmal mehr sind es also die Apotheken, die, ohne etwas daran ändern zu können,
mit dem berechtigten Ärger der Menschen konfrontiert werden“, erklärte Jens
Dobbert. „Die Brandenburger Bürger sind offenkundig dazu bereit, sich vermehrt
selbst zu testen und somit ihren Beitrag dazu zu leisten, die Ausbreitung der
Pandemie weiter zurückzudrängen.“ Der Präsident der Landesapothekerkammer
Brandenburg ruft die entsprechenden Hersteller und Behörden dazu auf, nun alles
zu tun, damit möglichst schnell auch Testsets für Laien verfügbar sind.
Den Apothekenkunden gab er den Rat, die Berichterstattung in den Medien zu
verfolgen und nach Zulassung, sicherheitshalber auch vor Abholung, in ihrer
Apotheke anzurufen. „Denn noch ist nicht klar, ob diese Tests nach Zulassung
überhaupt in ausreichender Menge verfügbar sind. So kann man im Zweifel lange
Warteschlangen vermeiden und sich weitere unnötige Wege ersparen“, so Dobbert.
„Und auch das senkt schließlich unnötige Infektionsrisiken.“

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