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Erste Schutzausrüstung in Oberhavel eingetroffen

Kliniken und Rettungsdienst werden zuerst versorgt / 101 Menschen in Oberhavel mit
SARS CoV2-Virus infoziert / Info-Hotlines weiter geschalten
Eine erste Lieferung von persönlicher Schutzausrüstung, die der Bund den Ländern und
Landkreisen zur Behandlung von SARS CoV2-Infizierten zur Verfügung stellt, ist am
Montagmorgen in Oberhavel eingetroffen. Um 07.00 Uhr nahm der Verwaltungsstab der
Kreisverwaltung die für Oberhavel zugeteilte Menge am Zentrallager der Polizei in Wünsdorf
entgegen.
Anschließend wurden die knapp 12.300 Mund-Nasen-Schutz-Masken, circa 700 FFP2- und 60
FFP3-Masken sowie rund 6.000 Untersuchungshandschuhe unterschiedlicher Größen
umgehend verteilt. Das gilt auch für die ebenfalls in der Lieferung enthaltenen 55 Pflegekittel
sowie die ebenfalls eingetroffenen Hände- und Flächendesinfektionsmittel. Der Landkreis
Oberhavel folgte bei der Verteilung den Empfehlungen des Interministeriellen Krisenstabes der
Landesregierung: Priorität haben die Kliniken im Kreis – die Standorte der Oberhavel Kliniken
in Oranienburg, Hennigsdorf und Gransee, die Sana Kliniken in Sommerfeld und die AsklepiosKlinik in Birkenwerder sowie die Rettungsdienst gGmbH. Darüber hinaus versorgt der
Landkreis seine kreiseigenen Gesellschaften, die AWU und die OVG, mit Desinfektionsmitteln.
„Weitere Schutzausrüstung wird in allen medizinischen Bereichen dringend benötigt.
Insbesondere die Kliniken, aber auch der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz und
Pflegeeinrichtungen benötigt Material. Anfragen nach Schutzausrüstung erreichen uns
außerdem vermehrt von niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten“, berichtet Landrat Ludger
Weskamp. Letztere werden allerdings gemäß Absprache mit dem Land von der
Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung
Brandenburg mit Schutzmaterial versorgt.
Dabei gestaltet sich die Beschaffungslage aktuell schwierig: „Wir hoffen, dass bald weitere
Lieferungen von Bund und Land folgen werden. Zugleich arbeiten wir weiter selbst daran,
Schutzausrüstung zu beschaffen“, erklärt Weskamp. Noch in dieser Woche erwartet die
Kreisverwaltung weitere Lieferungen unterschiedlicher Schutzmasken und -anzüge.

Fallzahlen im Landkreis Oberhavel
Im Landkreis Oberhavel sind 101 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden
(Stand: 30.03.2020, 12.00 Uhr). Davon befinden sich 85 Personen in häuslicher Quarantäne,
sechs müssen stationär behandelt werden. Eine Person ist verstorben. Neun Personen sind
geheilt.
683 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie
begründete Verdachtsfälle sind. 476 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus
getestet, bei 207 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus. Außerdem wurden 304
Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen
direkten Kontakt hatten.
Die COVID-19-Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im gesamten Landkreis:
Hennigsdorf (19), Hohen Neuendorf (18), Oranienburg (18), Velten (10), Oberkrämer (10),
Glienicke/Nordbahn (9), Mühlenbecker Land (4), Birkenwerder (4), Löwenberger Land (2),
Leegebruch (4) sowie Liebenwalde, Zehdenick und Amt Gransee (jeweils 1 Fall). In
Fürstenberg und Kremmen gibt es keine gemeldeten COVID-19-Fälle.
Weitere Informationen
Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte nicht unangemeldet in eine hausärztliche
Sprechstunde gehen. Dort könnte er möglicherweise weitere Menschen anstecken. Es ist
unbedingt notwendig, beim Hausarzt oder auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der
Telefonnummer 116 117 anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den
Betroffenen untersuchen. Informationen zu medizinischen Fragen rund um das Coronavirus
gibt auch das Gesundheitsamt über das zentrale Infotelefon. Es ist unter der Rufnummer
03301 601-3900 montags bis freitags von 08.00 bis 15.00 Uhr sowie am Wochenende von
10.00 bis 14.00 Uhr zu erreichen. Nachfragen können auch per E-Mail an das Gesundheitsamt
des Landkreises gerichtet werden. Die Mailadresse lautet: ges.corona@oberhavel.de.
Eine umfangreiche Liste weiterer Hilfsangebote und deren Rufnummern sind auf der
Homepage des Landkreises unter www.oberhavel.de/corona veröffentlicht. Darunter finden
sich Seelsorge-Hotlines ebenso wie Hilfsangebote für Unternehmen und Existenzgründer der
WInTO. Die Beratungsstelle der WInTO ist von Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 17.00
Uhr unter der Rufnummer 03302 559-200 sowie der E-Mail-Adresse winto@winto-gmbh.de zu
erreichen. Die Hotline für Notfälle außerhalb der Geschäftszeiten lautet: 0151 65790629.
Informationen gibt es außerdem online unter www.wirtschaft-oberhavel.de. Gewerbliche
Fragen zur Eindämmungsverordnung können an die örtlichen Ordnungsämter der Städte und
Gemeinden gerichtet werden.
Eine weitere Landkreis-Hotline für Nachfragen von Eltern zur Notfallbetreuung in
Tagespflegestellen, Kitas und Horten ist montags bis freitags von 07.00 bis 18.00 Uhr unter der
Rufnummer 03301 601-3400 erreichbar. Fragen können außerdem per E-Mail an
kindernotbetreuung@oberhavel.de gestellt werden.

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