Erster Potsdamer Pflegepreis vergeben

Preis in drei Kategorien überreicht / Sonderpreis für die Mitarbeitenden der Covid-Stationen des Bergmann-Klinikums und der Klinik St. Josefs Alexianer

Das Netzwerk „Älter werden in Potsdam“ hat in Kooperation mit der Landeshauptstadt erstmalig den Potsdamer Pflegepreis verliehen. In einer Hybridveranstaltung mit Live-Übertragung via Internet wurden am Donnerstagabend Hans-Werner Daenzer für sein ehrenamtliches Engagement, das Team Antje Schneider in der Kategorie Professionelle Pflege und Karola Köbbert in der Kategorie Angehörigenpflege von Oberbürgermeister Mike Schubert und dem Schauspieler Thomas Drechsel für ihr Engagement in der Pflege geehrt. „Gute Pflege braucht Herz und Tatkraft. Und was Sie alle, ob hauptamtlich, als Angehöriger oder im Ehrenamt leisten, kann gar nicht genug gewürdigt werden. Mit viel Empathie und großem Einsatz leisten Sie alle einen unschätzbaren Dienst für die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Potsdam“, sagte Mike Schubert. Der in diesem Jahr zusätzlich vergebener Sonderpreis ging an die „Corona-HeldInnen Krankhaus“, also die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Covid-Stationen in den Potsdamer Kliniken Ernst von Bergmann und St Josefs Alexianer.

Mit diesem Preis werden in diesem Jahr zum ersten Mal Pflegende aus allen Bereichen ausgezeichnet, die Tag für Tag Großartiges in der Versorgung pflegebedürftiger Personen leisten. Ausgezeichnet wurden besonderes Engagement, hohe Motivation sowie Empathie und Kampfgeist, aber auch Humor und Einfallsreichtum – Eigenschaften, die in der dauerhaften Pflege unerlässlich sind. Die Preisträger stehen beispielhaft für die zahllosen Engagierten, die sich mit viel Kraft, Energie und Hingabe um die ihnen Anvertrauten kümmern und so einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Eine Jury mit fünf Personen vom Pflegestützpunkt Potsdam, dem Verein Sekiz, der Akademie 2. Lebenshälfte, des Klinikums Ernst von Bergmann und einer pflegenden Angehörigen stellvertretend für diese Personengruppe hat die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Schirmherren des Potsdamer Pflegepreises sind Oberbürgermeister Mike Schubert und Schauspieler Thomas Drechsel. Der Preis wird in den Kategorien „Ehrenamtliches Engagement“, „Professionelle Pflege“ und „Angehörigenpflege“ vergeben.

In den vergangenen Jahren hat die Landeshauptstadt als Zeichen der Anerkennung der Leistungen in der Pflege ein Fest der Pflege durchgeführt. Aufgrund der Corona-Pandemie musste es im Vorjahr und auch in diesem Jahr ausfallen. „Umso erfreulicher ist es, dass es dieses Jahr geklappt hat, die Veranstaltung mit der Vergabe des ersten Potsdamer Pflegepreises in einem neuen Format durchzuführen“, sagte Schubert.

„Die Pflegesituation ist angespannt, das wissen wir alle. Die Sicherung der Pflege ist eine der größten sozialpolitischen Herausforderungen in unserem Land. Einerseits gibt es einen inzwischen immer größeren Mangel an Fachkräften. Andererseits wächst die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen immer mehr. Wenn Fachkräfte in der Pflege gewonnen und gehalten werden sollen, bedarf es in der professionellen Pflege attraktiver Arbeitsbedingungen“, sagt Mike Schubert. „Nicht zuletzt um dieser sozialpolitischen Herausforderung zu begegnen wurde auch vom Land Brandenburg der Pakt für die Pflege beschlossen und die Förderprogramme starten nun sukzessive. Wir brauchen innovative Ansätze und Konzepte, um auch künftig die immer größer werdende Zahl pflegebedürftiger Menschen qualitätsgesichert versorgen zu können. Es gibt viel zu tun und wir wollen dies auch in den nächsten Monaten und Jahren anpacken.“

Das Netzwerk „Älter werden in der Landeshauptstadt Potsdam“ hat sich im Jahr 2006 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit zwischen den Diensten und Einrichtungen zum Wohle der älteren Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Mit mittlerweile über 50 Partnern aus den Bereichen Bildung, Beratung und Information, Begegnung und Freizeit, Pflege und Gesundheit, Wohnen und Verwaltung ist eine tragfähige Grundlage für ein qualifiziertes und bedürfnisorientiertes Versorgungsnetzwerk in der Landeshauptstadt entstanden. Weitere Informationen zum Netzwerk: www.aelter-werden-in-potsdam.de.

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