Erstmals Mediziner „made in Brandenburg“: Woidke bei Exmatrikulation der ersten Absolventen der Medizinischen Hochschule Brandenburg

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den ersten 36 Absolventinnen und Absolventen der privaten Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ (MHB) herzlich zu ihrem Abschluss gratuliert. „Sie sind die allerersten Mediziner made in Brandenburg. Darauf können Sie sehr stolz sein – und das Land Brandenburg ist es auch“, unterstrich er bei der feierlichen Exmatrikulation im St. Paulikloster in Brandenburg an der Havel. Insgesamt studieren an der HMB etwa 500 jungen Frauen und Männer.

Woidke weiter: „Ihr Entschluss, in Brandenburg an einer neu gegründeten, privaten Hochschule Medizin zu studieren, war nicht selbstverständlich. Sie haben damit sehr mutig Neuland betreten. Belohnt wurden Sie mit einem innovativen und praxisnahen Studium. Künftig sind Sie Botschafterinnen und Botschafter der MHB. Denn Ihr erfolgreicher Studienabschluss ist so etwas wie ein Gütesiegel für die junge Hochschule und das Medizinstudium in Brandenburg. Mit dem Aufbau des Innovationszentrums Universitätsmedizin Cottbus im Rahmen des Lausitzer Strukturwandels werden wir die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie die Forschung in den kommenden Jahren weiter ausbauen und deutlich stärken.“

Er dankte den angehenden Medizinerinnen und Medizinern für ihr engagiertes Lernen auch während der Coronavirus-Pandemie sowie für ihre Corona-Hilfseinsätze in Kliniken, Praxen, Impf- und Testzentren sowie Gesundheitsämtern. „Mit Ihrem Einsatz ist bei den Brandenburgerinnen und Brandenburgern direkt spürbar geworden, dass unser Land Medizinstudentinnen und Medizinstudenten und damit künftige Ärztinnen und Ärzte hat. Ich wünsche mir, dass möglichst viele von Ihnen hier bei uns im Land bleiben und mithelfen, die medizinische Versorgung zu stärken. Wir brauchen dringend medizinischen Nachwuchs – besonders im ländlichen Raum.“ Um dies zu unterstützen, gibt es verschiedene Förderprogramme.

Die MHB wurde im Jahr 2014 gegründet. 2015 wurden die ersten Studierenden aufgenommen. Neben Humanmedizin kann dort auch Psychotherapie studiert werden. Die Hochschule kooperiert in der Ausbildung unter anderem mit Kliniken in Bernau, Brandenburg an der Havel, Neuruppin und Rüdersdorf.

Woidke: „Der MHB ist in bemerkenswert kurzer Zeit beim Aufbau der medizinischen Hochschulausbildung sehr viel gelungen.  Die MHB lebt dabei das Motto ‚Aus dem Land. Für das Land.‘ Die nächste große Herausforderung wird die erfolgreiche institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. Dafür wünsche ich gutes Gelingen. Unsere Unterstützung hat die MHB. Das gilt auch für den neuen Präsidenten Professor Hans-Uwe Simon, der in der kommenden Woche den Staffelstab von Professor Edmund Neugebauer übernehmen wird. Professor Neugebauer danke ich sehr für den Aufbau der MHB: Sie haben sich damit große und bleibende Verdienste erworben.“

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