Festakt zur abfallrechtlichen Gesamtabnahme der Sicherung und Rekultivierung der Deponie Fresdorfer Heide mit einem Oberflächenabdichtungssystem

Was lange gärt, wird nicht von alleine gut: Verantwortlich entscheiden, investieren und sauber umsetzen – so wird aus einer ehemaligen Abfalldeponie ein Stück positive Zukunft. Mit einem Festakt hat heute die Stadtentsorgung Potsdam (STEP) die abfallrechtliche Gesamtabnahme der Sicherung und Rekultivierung der Deponie Fresdorfer Heide mit einem Oberflächenabdichtungssystem gefeiert.

Die heutige Abfalldeponie der Stadt Potsdam in der Fresdorfer Heide für die Entsorgung von Siedlungsabfällen aus dem Gebiet des Stadt- und Landkreises Potsdam war 1977 als Grubendeponie eröffnet worden. 1991 übertrug die Landeshauptstadt Potsdam der STEP die Einrichtung, den Betrieb und die Unterhaltung sowie die spätere Deponienachsorge. Der Deponiebetrieb endete am 31. Mai 2005. Seitdem befindet sie sich in der Stilllegungsphase. In dieser wurde zuerst ein Gasfassungssystem mit Errichtung einer Gasverwertungsanlage zur energetischen Nutzung des Deponiegases aufgebaut. Zudem wurden Stabilisierungsmaßnahmen am Deponiekörper, das Aufbringen einer temporären Bodenschicht und eine Begrünung zur Erosionsminderung vorgenommen.

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU) genehmigte im Sommer 2016 mit der abfallrechtlichen Plangenehmigung die Errichtung des Oberflächenabdichtungs- und Entwässerungssystems. Verschiedene Dichtungskomponenten und Baustoffe mit speziellen Anforderungen, darunter Trag- und Ausgleichsschichten, Kunststoffdichtungs- und -dränelemente, waren ab der Oberkante des Abfalls auf dem Deponiekörper aufzubringen. Das war die Voraussetzung dafür, um eine Beeinträchtigung des Wohles der Allgemeinheit abzuwenden. Insbesondere werden dadurch das Eintreten von Niederschlagswasser in den Abfallkörper, das Ab- oder Herauslösen von schädlichen Substanzen, die Sickerwasserbildung und eine unkontrollierte Gasmigration verhindert.

Die bautechnische Fertigstellung des Oberflächenabdichtungssystems, die Oberflächenentwässerung, die Deponiewege und Teile des Gasfassungssystems konnten in diesem Jahr genehmigungskonform mit einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von ca. 14 Mio. € abgeschlossen und vom LfU abgenommen werden.

Zukünftig wird die rekultivierte Deponie Fresdorfer Heide in der sich nun anschließenden Nachsorgephase, die mitunter dreißig Jahre und länger andauern kann, intensiv überwacht. Dies schließt die Kontrolle und Analyse aller wasser-, gas- und bautechnischen Systeme mit ein. Dazu gehören insbesondere die Sickerwassererfassung und -entsorgung, die Gasfassung, Gasverwertung und Belüftung des Deponiekörpers sowie Pflege der Wege, Abdichtungen, Sicherungen, Brunnen und Sickerbecken. Perspektivisch ist z. B. der Aufbau einer Photovoltaikanlage auf dem rekultivierten Areal geplant.

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