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Europa: Zukunft der Arbeitswelt – Azubi- und Schülerforum Potsdam vom 13. bis 15. Mai 2019 in der IHK Potsdam

Fortschrittliche Forderungen an die Europäische Union (EU) und ihre Institutionen stellten in Potsdam die Teilnehmer des Azubi- und Schülerforums: So soll ein internationaler Hilfsfonds für Kriegsgebiete initiiert und die private Seenotrettung entkriminalisiert werden. Weiterhin möchten die Jugendlichen, dass europaweit ein einheitliches duales Ausbildungssystem eingeführt wird und allgemein die internationale Vernetzung unter Azubis erweitert wird. Dadurch soll die europäische Idee mitsamt ihrer freiheitlichen-demokratischen Grundlage auch in den kommenden Generationen verankert sein.

Auf der Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes in Deutschland e. V. in Potsdam vom 13. – 15. Mai erarbeiteten die teilnehmenden Auszubildenden und Schülerinnen sowie Schüler in gruppendynamischen Kommunikationstrainings über zwei Tage hinweg in sieben Ausschüssen europapolitische Forderungen. Die ausgearbeiteten Resolutionen wurden auf dem Höhepunkt der Veranstaltung, der Parlamentarischen Vollversammlung, präsentiert, verteidigt und konstruktiv diskutiert. Nach den kontroversen Debatten und Plädoyers der einzelnen Ausschüsse für ihre Forderungen entschieden die Jugendlichen gemeinsam als Parlament, welche europäischen Lösungsvorschläge angenommen werden.

Mitgearbeitet haben an den drei Tagen u. a. Brandenburgs Europaminister Stefan LudwigLinda Teuteberg, MdB, Brandenburgs Jugendministerin Britta Ernst sowie Potsdams IHK-Präsident Peter Heydenbluth.

Die Beschäftigung in den Ausschüssen orientierte sich am Oberthema der Sitzung „Zukunft der Arbeitswelt“. Wie wird sich der europäische Arbeitsmarkt weiterentwickeln? Welchen Herausforderungen muss sich die Wirtschaftsunion stellen z. B. in Hinblick auf die globale Erderwärmung oder extremen Nationalismus? Welche Bedeutung hat der wachsende Vertrauensverlust in die etablierte Politik für die europäische Demokratie?

In diesem Sinne haben sich die jungen Teilnehmenden intensiv mit Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit, Gleichstellung auf dem europäischen Arbeitsmarkt und Bekämpfung von Fluchtursachen auseinandergesetzt. Es wurden eigenständig Strategien zur Integration von Migranten, Migrantinnen und Geflüchteten in die Arbeitswelt erarbeitet, beispielsweise durch Begegnungsseminare und Sozialpraktika. Darüber hinaus thematisierten einzelne Ausschüsse gegenwärtige Gefahren für die Europäische Union, wie ein Anstieg rechtsextremer Parteien in den nationalen Parlamenten. Die Jugendlichen fordern der europäischen Rechten mit gezielten Aufklärungskampagnen und finanziellen Fördermitteln gegen rechte Gewalt zu begegnen.

Die diversen und meinungsstarken Ergebnisse der Ausschussarbeit sind ein Statement gegen den Vorwurf einer desinteressierten Jugend. Die Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes hat den Jugendlichen aus Potsdam und Umgebung eine Plattform zur politischen Teilhabe an europäischen Themenkomplexen gestellt.

Zum Abschluss des Europäischen Jugendparlament zeichnete die IHK Potsdam Unternehmen aus, die ihren Auszubildenden im Jahr 2018 Auslandspraktika über das Erasmus-Plus Programm in Europa ermöglicht hatten, um Europa zu erleben und berufliche Erfahrungen während der dualen Ausbildung zu sammeln:

Helmholtz-Zentrum Potsdam; Landgut Stober, Nauen; Luckenwalder Wohnungsgesellschaft mbH; LAFIM – Zossen; DKB Stiftung Schloss Liebenberg GmbH; Hagemann Dienste GmbH, Groß Pankow; S & V Technologies AG, Hennigsdorf; Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre, Schönefeld; Kurfürstenstift GmbH, Potsdam; Sparkasse Ostprignitz Ruppin; B.E.S. Brandenburger Elektrostahlwerk GmbH, Brandenburg an der Havel; Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co. KG, Dahlewitz; IHK Potsdam; BSH Hausgerätewerk Nauen GmbH; DKB Service GmbH, Potsdam; Christoph Miethke GmbH & Co. KG, Potsdam; telent GmbH, Teltow; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Potsdam; Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel; Dietrich-Bonhoeffer-Schule Teltow; Dachser SE, Schönefeld; Image Skincare Innovation GmbH, Berlin.

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