EWP will das Heizen mit grüner Erdwärme ermöglichen

Messtechniker erkunden in der kommenden Woche Potsdams Untergrund

Heizen mit klimaneutraler Erdwärme – das soll in Potsdam schon bald möglich werden. Dazu erkunden Messtechniker für die Energie und Wasser Potsdam (EWP) in der kommenden Woche die Potentiale in der Landeshauptstadt, die sich besonders gut für eine Geothermie-Anlage eignen. Ein Konvoi aus zwei Spezialfahrzeugen und Begleit-/Sicherungsfahrzeugen wird sich entlang verschiedenster Route durch Potsdam bewegen und alle 40 Meter Messungen durchführen.

„Erdwärme ist eine Erneuerbare Energie, nahezu unerschöpflich und emissionsfrei – und daher besonders umweltfreundlich“, sagt Eckard Veil, Geschäftsführer der EWP. Ziel der EWP sei es, künftig über die sogenannte Tiefen-Geothermie grüne Fernwärme zu erzeugen und so dazu beizutragen, dass Potsdam seine ehrgeizigen Klimaziele erreichen kann: Bis 2050 will die Landeshauptstadt ihren CO2-Ausstoß um 95 Prozent verringern. „Wir produzieren einen großen Teil der genutzten Energie in der Landeshauptstadt und sehen uns daher besonders in der Verantwortung, das Klima zu schützen. Mit Geothermie wollen wir die Weichen für die grüne Wärme der Zukunft stellen.“

Die Messung erfolgt mithilfe der sogenannten Vibro-Seismik wie mit einem Echolot. Dazu sendet ein Messfahrzeug Schwingungen in den Boden und zeichnet deren Echo auf. So lässt sich ermitteln, in welchen Tiefen sich welche Schichten befinden und wo das Potential besonders groß ist, um Erdwärme zu gewinnen. Dabei setzt ein Messfahrzeug Schwingungsplatten auf den Untergrund, die für 16 Sekunden vibrieren. Das wird in unmittelbarer Nähe zu spüren sein, eine Gefahr für anliegende Gebäude besteht aber nicht. Über das Ergebnis der Untersuchung plant die EWP im Frühjahr 2021 zu informieren.

Weitere Informationen finden Sie unter ewp-potsdam.de/tiefengeothermie.

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