Explosion in Beirut: THW unterstützt mit Baufachberatung

#Bonn/#Beirut. Der Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) dauert weiter an. Gestern suchten die Helferinnen und Helfer der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) bis in die Abendstunden im Hafengebiet nach Vermissten. Heute liegt der Schwerpunkt darauf, Gebäude rund um den Hafen zu begutachten. „Unsere Expertinnen und Experten schauen sich die Häuser ganz genau an. Sie bewerten, wie es um die Stabilität der Bauten steht und ob sie weiterhin genutzt werden können. Hierfür haben wir im THW speziell ausgebildete Baufachberaterinnen und -berater“, fasst THW-Präsident Gerd Friedsam die Aktivitäten des THW in Beirut heute zusammen.

Sicherheit hat nach den verheerenden Explosionen am Dienstagabend in Beirut absolute Priorität. Gebäude, die einsturzgefährdet sind oder ein Sicherheitsrisiko darstellen, dürfen nicht betreten werden. Die Einsatzkräfte von THW und ISAR Germany beraten dabei den Zivilschutz und die Stadtverwaltung von Beirut unterstützend bei der Beurteilung von Gebäuden Sicherheit und Stabilität. Sie arbeiten sich dabei in einem Gebiet vom Hafen aus nach außen vor.

Bis in die Dunkelheit waren auch noch die Einsatzkräfte der SEEBA gestern mit ihren Hunden im Einsatz. Sie suchten die ihnen zugewiesenen Einsatzstellen im Hafen von Beirut nach Vermissten ab. „Insgesamt waren wir mit vier Hunden im Einsatz. Sie haben das Gebiet gründlich durchforstet. Wir können nun sicher sein, dass sich in dem von uns bearbeiteten Areal keine Überlebenden mehr befinden“, erklärt Hundeführer Stephan Heinz.

Seit Donnerstag ist das THW im Libanon im Einsatz. Ein Team, das die deutsche Botschaft im Libanon unterstützt, sowie Kräfte der SEEBA waren am Mittwochabend in das Katastrophengebiet aufgebrochen. Das SEEBA-Team wird von Kräften von ISAR Germany im Rahmen einer Einsatzkooperation unterstützt. Am Dienstagabend hatten mehrere Explosionen das Hafengebiet erschüttert.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

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