Falsche Polizeibeamte erbeuten mehrere Zehntausend Euro – Polizei nimmt 15- und 16-jährige mutmaßliche Tatverdächtige fest

#Stuttgart-Weilimdorf/-Süd (ots)

 

Polizeibeamte haben am Dienstag (19.10.2021) in Stuttgart-Süd einen 16 Jahre alten Jugendlichen festgenommen, der zusammen mit einer 15-Jährigen mutmaßlichen Komplizin offenbar bei einem 83 Jahre alten Senior mehrere Zehntausend Euro abholen wollte. Der 83-Jährige war zuvor von einem sogenannten „falschen Polizeibeamten“ aufgefordert worden, sein Geld vor einer angeblichen Einbrecherbande in Sicherheit zu bringen. Der Senior ging zum Schein darauf ein, vereinbarte einen Abholtermin und rief die Polizei, die die Jugendlichen in der Nähe des Tatortes festnahm. Die 15-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Eltern übergeben. Der 16-Jährige wird im Laufe des Mittwochs (20.10.2021) auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden.

In einem weiteren Fall hat sich am Dienstag (19.10.2021) eine Telefontrickbetrügerin gegenüber einer 77 Jahre alten Frau aus Stuttgart-Weilimdorf als Polizeibeamtin ausgegeben und die Seniorin um mehrere Zehntausend Euro betrogen. Die angebliche Polizeibeamtin kontaktierte am frühen Nachmittag die 77-Jährige und teilte ihr mit, dass die Tochter einen schweren Unfall verursacht haben soll. Die Seniorin könne jedoch, durch die Zahlung eines Geldbetrags, die Untersuchungshaft abwenden. Die 77-Jährige übergab daraufhin mehrere Zehntausend Euro an einen Abholer. Nach der Übergabe meldete sich bei ihr ein angeblicher Bankangestellter, der den Geldeingang durch eine Blitzüberweisung bestätigte. Durch diesen Anruf fasste die Seniorin Vertrauen, sodass ein erneuter Anruf der Polizeibeamtin die Seniorin zu einer weiteren Zahlung an denselben Abholer in Höhe von über Zehntauend Euro veranlasste. Als die Polizeibeamten die Tochter daraufhin nicht wie verabredet vorbeibrachten, schöpfte sie Verdacht und rief ihre Tochter an. Weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer +4971189905778 an die Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei zu wenden.

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