Feier geriet außer Kontrolle

 #Zossen; Wünsdorf – 10.07.2020, 23:37 Uhr – 

Die Zugbegleiter und Bundespolizei informierten die Landespolizei über eine größere Personengruppe in einem Regionalexpress mit Fahrtziel Wünsdorf. Einsatzkräfte der Landespolizei stellten daraufhin ca. 300 Personen am Bahnhof Wünsdorf fest, welche aus dem Zug ausstiegen und sich gemeinsam in kleineren Gruppen zu einem bis dato nicht bekannten Veranstaltungsort bewegten. Polizisten befragten einzelne Personen dieser Gruppe und erfuhren, dass sie zu einer „Rave-Veranstaltung“ wollen. Eine angemeldete Veranstaltung war der Polizei in diesem Bereich jedoch nicht bekannt.

Im Rahmen weiterer Aufklärungsmaßnahmen, auch unter Hinzuziehung des Polizeihubschraubers, konnte ein verlassenes Kasernengebäude in einem Waldgebiet als Veranstaltungsort ausfindig gemacht werden.  Die Gesamtanzahl der vor Ort befindlichen Teilnehmer wurde auf etwa 600 Personen, das Höchstalter auf 25 Jahre geschätzt.

Nachdem weitere Einsatzkräfte eingetroffen waren, wurde das Gelände begangen und ein Gebäude ausfindig gemacht, in dessen Keller ein Großteil der Personen zugegen war. Im Keller befanden sich Musiktechnik, Notstromaggregate sowie ein Getränkelager.

Die Polizisten konnten zwei Personen als Verantwortliche ermitteln. Diese gaben an, dass sie dort eine Feier mit lediglich 50 – 100 Personen geplant hatten, welche dann aus dem Ruder lief.

Die Veranstaltung wurde sodann durch den Polizeiführer vor Ort beendet und aufgelöst. Die Anwesenden erhielten Platzverweise. Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs wurden gefertigt. In der Folge verließen die Personen friedlich das Objekt und begaben sich in Kleingruppen zurück zum Bahnhof Wünsdorf. Der überwiegende Teil von ihnen fuhr dann mit dem ersten Zug zurück nach Berlin. Das zuständige Ordnungsamt wurde von den Maßnahmen und den beiden Veranstaltern unterrichtet.

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