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Felgentreu: „Bundeswehr-Ausbildung irakischer Soldaten so schnell wie möglich wieder aufnehmen“

Berlin (ots)

Der SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu fordert, die Ausbildung irakischer Soldaten durch die Bundeswehr so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

Soldaten im Irak zu haben, die nichts tun könnten, ergebe keinen Sinn, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion am Donnerstag im Inforadio vom rbb. Er machte aber auch deutlich, was die Bedingung für eine Wiederaufnahme der Ausbildung sei: „Wenn klar ist, dass die Ausbilder tatsächlich mit irakischen Soldaten arbeiten können und sich nicht auf ihren Eigenschutz konzentrieren müssen.“

Der SPD-Politiker betonte zugleich, dass es sich um eine vorübergehende Vorsichtsmaßnahme handle, um die deutschen Soldaten nicht zu gefährden. Eine konkrete Gefahr gebe es derzeit nicht, die Gesamtsituation sei aber explosiv. „Ich glaube nicht, dass irgendeine der Konfliktparteien in der Region wirklich gezielt auf einen bewaffneten Konflikt zusteuert oder auf einen Krieg. Aber wenn so viele Menschen, die einander misstrauen, schwer bewaffnet einander gegenüberstehen in so einer Region, dann ist einfach das Risiko viel höher, dass etwas passiert“, so Felgentreu.

Deutschland könne im aktuellen Konflikt eine Vermittlerrolle spielen, fügte er hinzu: „Ich hoffe, dass wir einen Beitrag leisten können, einfach dadurch, dass wir nach wie vor Gesprächskanäle selbstverständlich zu unseren amerikanischen Verbündeten haben, aber eben auch zum Iran. Diese Leute, die nicht mehr miteinander reden, die müssen ja manchmal doch miteinander kommunizieren und da können Dritte sich nützlich machen“, sagte Felgentreu.

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