Ferienzeit – Ferienjob-Zeit: IHK-Merkblatt für Unternehmen mit wichtigen Hinweisen und Tipps

Potsdam, 7. Juli 2021 – Sommerzeit ist die Zeit für Ferienjobs, für die Beschäftigung von Schülerinnen und Schülern sowie von Studentinnen und Studenten. Die Industrie- und Handelskammer Potsdam hat aktuelle Hinweise für Unternehmen erarbeitet, denn jetzt in den Ferien stellt sich in vielen Betrieben wieder die Frage, was bei der Beschäftigung von jungen Leuten als Aushilfen im Betrieb zu beachten oder zu veranlassen ist. In einem IHK-Merkblatt werden die Möglichkeit und Grenzen dargestellt. Dabei werden insbesondere arbeitsrechtliche, sozialversicherungsrechtliche und lohnsteuerliche Aspekte erläutert.

So dürfen Kinder im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes, also Personen vor ihrem 15. Geburtstag, in der gewerblichen Wirtschaft in der Regel nicht beschäftigt werden. Jedoch gibt es hier Ausnahmen zum Beispiel in der Landwirtschaft, für Botengänge oder auch für nicht gewerbliche Veranstaltungen von Kirchen, Vereinen, Verbänden und Parteien.

Vollzeitschulpflichtige Jugendliche ab 15 Jahren dürfen unter bestimmten Rahmenbedingungen mit Erlaubnis der Eltern in den Schulferien für höchstens 20 Arbeitstage im Kalenderjahr beschäftigt werden. Wichtig ist, dass vor Einstellung für die Ferienarbeit unbedingt eine schriftliche Erlaubnis der Eltern, eine Ausweiskopie des Jugendlichen sowie ggf. die erforderlichen Daten für den Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) vorliegen, und dass die Dauer und Art der Tätigkeit sowie die Höhe der Vergütung schriftlich festgehalten und die Tätigkeit vom Arbeitgeber bei der Berufsgenossenschaft angezeigt werden.

Da Studentinnen und Studenten  in der Regel bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben, sind dort manche Regeln etwas gelockert. Jedoch gelten auch hier klar definierte Festlegungen. So sind Studentinnen und Studenten während des laufenden Semesters als Beschäftigte von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit, wenn die wöchentliche Arbeitszeit 20 Stunden pro Woche nicht überschreitet. Von der Rentenversicherungspflicht sind sie dagegen nur dann befreit, wenn die Beschäftigung als „kurzfristige Beschäftigung“ einzustufen ist.

Genauere Auskünfte erteilen das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und

Gesundheit (LAVG) in Potsdam sowie die Minijobzentrale in Cottbus.

 

105_2021UnternehmerMerkblattFerienjobs

%d Bloggern gefällt das: