Feuer in Wohn- und Pflegeheim – 17 Bewohner durch Feuerwehr Hamburg aus verrauchtem Gebäude gerettet

#Hamburg (ots)

14.08.2020, 04:48 Uhr, Hamburg Groß Borstel, Weg beim Jäger, Feuer der zweiten Alarmstufe mit mehreren Verletzten

Am frühen Morgen wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg zu einer Feuermeldung in einem Wohn- und Pflegeheim im Stadtteil Groß Borstel alarmiert. Ein Anrufer teilte der Rettungsleitstelle über den Notruf 112 mit, dass eine Wohnung brennen solle und er in einer benachbarten Wohnung am Fenster stehe, weil der Flur verraucht sei.

Vor Ort stellte der Zugführer der erstalarmierten Löschgruppe fest, dass aus der betreffenden Einzimmerwohnung im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudekomplexes bereits offene Flammen loderten und die angrenzenden Flure stark verraucht waren. Weil hierdurch der Fluchtweg für die übrigen Bewohner abgeschnitten und die genaue Anzahl der Anwesenden unklar war, forderte der Zugführer unter dem Alarmstichwort – Feuer 2 mit mehreren Verletzten oder Betroffenen – weitere Einsatzkräfte und Rettungsfahrzeuge nach.

Mit mehreren Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz gelang es kurz darauf 17 Bewohner mit Brandfluchthauben und zum Teil über tragbare Leitern aus dem betroffenen Gebäudeteil zu retten. Sie wurden auf dem Gelände eines gegenüberliegenden Kindergartens, auf einem Patienten-Sammelplatz, rettungsdienstlich versorgt. Dort sichtete ein Leitender Notarzt im weiteren Verlauf insgesamt 36 betroffene Bewohner. Sieben zeigten leichte bis mittelschwere Symptome einer Rauchgasinhalation. Vier von ihnen wurden nach rettungsdienstlicher Versorgung durch Notfallsanitäter mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser befördert. Drei weitere Patienten verblieben nach rettungsdienstlicher Versorgung auf eigenen Wunsch an der Einsatzstelle. Das Feuer konnte von einem Löschtrupp mit einem C-Rohr im Innenangriff schnell gelöscht werden. Die anschließenden Nachlösch- und Entrauchungsmaßnahmen mit einem Druckbelüfter dauerten jedoch längere Zeit. Da zwei Gebäudeabschnitte durch Schäden des entstandenen Brandrauch für unbewohnbar erklärt werden mussten, wurden die Bewohner zunächst in einem bereitgestellten Linienbus des HVV und einem Großraumrettungswagen untergebracht. Im weiteren Tagesverlauf konnte in Absprache mit der Polizei und der Heimleitung dann eine Unterbringung in einem Hotel organisiert werden. Abschließend wurde die Einsatzstelle der Polizei für weitere Ermittlungen zur Brandursache übergeben.

Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr mit 31 Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Zwei Löschgruppen der Berufsfeuerwehr, vier Freiwillige Feuerwehren, sieben Rettungswagen, ein Notarztwagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Gerätewagen MANV, ein Großraumrettungswagen, ein Wechselladefahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz, zwei Führungsdienste A und B, ein Umweltdienst, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, ein Leitender Notarzt, ein Bereichsführer FF und der diensthabende Pressesprecher.

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