FH Potsdam mit mehr als 50 Veranstaltungen am Potsdamer Tag der Wissenschaften

7. Potsdamer Tag der Wissenschaften auf dem Campus der Fachhochschule Potsdam

Facettenreich und informativ: Zum Potsdamer Tag der Wissenschaften ist die Fachhochschule Potsdam mit knapp 60 eigenen Veranstaltungen vertreten. Die fünf Fachbereiche der Hochschule und das Institut für angewandte Forschung „Urbane Zukunft“ zeigen exemplarisch den Hochschulalltag und geben in Vorträgen, Experimenten, Demonstrationen und Ausstellungen Einblick in ihre vielseitige Arbeit.

 

Die Fachhochschule Potsdam ist erstmals Gastgeberin und öffnet die Labor- und Hörsaaltüren für interessierte Besucher*innen und teilnehmende wissenschaftliche Einrichtungen. Für alle Wissenschaftsbegeisterten und Forscher*innen von Morgen gibt es umfangreiche Programmpunkte voller interessanter Mitmachaktionen, kindgerechter Vorträge und Spannendem aus der Feldforschung. Expert*innen teilen ihr Wissen und stellen sich den Fragen der Besucher.

 

Der Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften zeigt im „Neugiergarten“ wie spannend die großen Fragen über die Natur und das Universum sind. Es werden eine Auswahl von verblüffenden Mitmachexperimenten, Interaktionsmöglichkeiten und MINT-Projekten gezeigt, die man zu Hause und im Kindergarten umsetzen kann.

„HaftFrei(e)Zeit – Hochschulprojekt Berlin-Brandenburg“ ist ein Kooperationsprojekt der Fachhochschule Potsdam und der Evangelischen Hochschule Berlin. Im Rahmen des Projekts bieten Studierende des Bachelorstudiengangs der Sozialen Arbeit im Berliner und Brandenburger Justizvollzug zehnwöchige soziale bzw. freizeitpädagogische Trainingskurse an.

In der Ausstellung „Stadt-Raum-Schule haben 50 Studierende aus vier Forschungseinrichtungen in einem Semesterprojekt über die Schule der Zukunft nachgedacht. Nach ihren Ansätzen soll in Grünau die Leipziger Modellschule entstehen.

Im Fachbereich STADT | BAU | KULTUR präsentieren die Fachrichtungen (Stein, Metall, Holz und Wandmalerei) des Studiengangs Konservierung und Restaurierung in einer Podiumsdiskussion und einer Ausstellung die verschiedenen Lehrinhalte, Techniken und Projekte des Studiums an der FHP. Schwerpunkt liegt auf dem Erhalt von Baudenkmalen, Bau- und Kunstwerken sowie Museen der reichen Kulturlandschaft Brandenburgs und Berlins, aber auch im weiteren nationalen und internationalen Raum, wie z.B. dem Erhalt von Kulturdenkmalen entlang der Seidenstraße.

Die Potsdam School of Architecture stellt Projekte ihrer Studierenden zum Thema Berlin 2050 vor. Absicht der Ausstellung ist es, diese Werte zu besprechen und neu zu bestimmen, sie für die Städtebaudiskussion zu aktivieren und mit Entwurfsprojekten erlebbar zu machen.

Im Fachbereich Bauingenieurwesen können in der Holzwerkstatt leichte Tragwerke aus Papier konstruiert und hergestellt werden. Anschließend wird das Trag- sowie Bruchverhalten der Tragwerke im Baulabor untersucht, dazu werden diese bis zum Kollaps belastet.

Der Fachbereich zeigt gemeinsam mit seinen Projektpartnern, wie eine moderne Mobilitätsstation aussehen kann: An einer Straßenbahnhaltestelle stehen innovative Kleinbusse und vielfältige Sharing-Angebote (Autos, Fahrräder, Roller, …) für die Weiterfahrt zur Verfügung.

Beim MaaS-Spiel (Mobility as a Service) können Interessierte mitspielen und die Rolle unterschiedlicher Akteure in Mobilitätsthemen einnehmen. Unter fachkundiger Anleitung erhalten die Mitspieler*innen beim Gedankenaustausch interessante Einblicke in die Sichtweisen der Beteiligten. Experten beleuchten anhand von Projekten die Fragestellung: Automatisiertes Fahren – Hype oder Realität von morgen?

Im Fachbereich Design können Besucher*innen beim Quantified Self Zirkeltraining an mehreren Stationen spielerische Übungen absolvieren, um sich im Umgang mit der Selbstoptimierung und dem Sammeln privater Daten ein kritisches Bewusstsein anzutrainieren.

Design-Studierende vermitteln in Kurz-Workshops erste Grundlagen in digitaler Gestaltung, Konstruktion und 3D-Druck und geben Besucher*innen die Möglichkeit an Experimenten zum Simultankontrast, zur Farbe-Form-Beziehung sowie am Farbharmoniespiel teil.

Im Mobility Design Lab werden neuartige Konzepte für nachhaltige Mobilität und Logistik gestaltet, entwickelt und präsentiert.

 

Der Fachbereich Informationswissenschaften präsentiert Digitalisierung ganz groß(formatig). Wie können übergroße historische Karten, alte Bücher oder Fotografien auf 100 Jahre alten Glasplattennegativen digital nutzbar gemacht werden? Demonstriert wird der Lebenszyklus digitaler Objekte von ihrer Entstehung bis zur langfristigen Nutzung und Erhaltung. Alte Originale, wie Dokumente, Urkunden, Poster, Karten, Diapositive, Glasplatten oder alte Fotos können im Labor digitalisiert werden.

Studierende und Forschende des Fachbereichs zeigen auch wie der Blick auf Fake-News und Desinformation gelenkt wird. Mit Eye-Tracking-Websites können im Informationsverhaltenslabor eigene Verhaltensweisen beobachtet werden.

Das Institut für angewandte Forschung „Urbane Zukunft“ ist auch mit mehreren Projekten vertreten. Das Forscherteam um PaSyMo (Partizipative Systemmodellierung) ermöglicht es, gemeinsam Stadtentwicklung zu modellieren und das Zusammenspiel unterschiedlicher Einflussfaktoren wie Verkehr, Wohnraum und Umwelt zu erfassen.

Die Datenvisualisierung verspricht die zugängliche und verständliche Sichtbarmachung komplexer Phänomene. Im Urban Complexity Lab können aktuelle Forschungsprojekte im Bereich der Visualisierung von Klimafolgenszenarien und Kultursammlungen erlebt werden. Interaktive Prototypen stehen zum Ausprobieren bereit. Die Forscher und Forscherinnen des UCLABS sind anwesend, um Rede und Antwort zu stehen und beispielsweise zu erklären, wie visuelle Interfaces gestaltet, entwickelt und evaluiert werden.

Auch die Bibliothek der Fachhochschule hat ihre Türen geöffnet und der Campusgarten bietet Gesundes aus der Gartenküche, ein Waldgärtnerspiel für Groß und Klein und informiert über die Lage und Bedeutung von Gemeinschaftsgärten an brandenburgischen und bundesdeutschen Hochschulen.

Träger der Veranstaltung ist der Verein proWissen Potsdam, der in der Wirtschaftsförderung Brandenburg, der ProPotsdam GmbH, den Stadtwerken Potsdam, der Investitionsbank des Landes Brandenburg, der Energie und Wasser Potsdam GmbH, der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH sowie zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen und regionalen Unternehmen starke Partner gefunden hat. Medienpartner sind die Märkische Allgemeine Zeitung und Antenne Brandenburg.

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