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Filmuni-Postdocs erfolgreich bei Spitzenförderung des Landes

Die Gewinner*innen im Rahmen der erstmals ausgeschriebenen Spitzenförderung des Landes „Postdoc Network Brandenburg“ stehen fest – darunter gleich zwei Wissenschaftler*innen der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF:

Dr. Lea Wohl von Haselberg, die bereits in einem vom BMBF finanzierten Projekt zu jüdischem Filmschaffen in der BRD forscht und in diesem Bereich auch ein DFG-Netzwerk koordiniert, wurde die ausgeschriebene Nachwuchsforscher*innen-Gruppe zugesprochen. Zusammen mit zwei Doktorand*innen wird sie unter dem Titel „Jüdischer Film – was ist das? Eine Annäherung über Festivalprogramme und Rezeptionshaltungen“ vier Jahre lang gesellschafts- wie erinnerungspolitisch spannenden Frage nachgehen, was eigentlich unter „jüdischem Film“ verstanden wird: also nicht, ob und wie Filme über Stoff, Handlung oder Beteiligte als „jüdisch“ identifizierbar sind, sondern welche Filme als „jüdisch“ präsentiert bzw. als solche verhandelt  werden – auf Festivals, in Programmreihen oder bei der Distribution.

Auch der zweite erfolgreiche Kandidat, Dr. Roderik Smits von der Cardiff University, beschäftigt sich mit der Frage, über welche Kanäle Filme gesehen werden und wie deren spezifischer Kontext ihre Rezeption beeinflusst. Im Mittelpunkt seines Forschungsprojekts „Assessing Cultural Homogenisation: Specialised Films in the Era of Online Availability“ stehen neue Distributionsformen wie Video-on-Demand-Plattformen (Amazon, Netflix etc.). Mit der Fülle ihres Angebots machen diese einerseits Zuschauer*innen zu Kurator*innen ihrer eigenen Programme, andererseits nehmen sie trotzdem eine Auswahl vor, die vieles marginalisiert oder ausschließt. Das Projekt unternimmt zum ersten Mal eine systematische Untersuchung der hier wirksamen Auswahlmechanismen und Kriterien und stellt sich der Frage nach den Folgen für die kulturelle Diversität, die von zentraler Bedeutung ist in einer heterogenen Gesellschaft.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des von den vier Brandenburger Universitäten – Universität Potsdam, BTU Cottbus, Europa-Universität Viadrina und Filmuniversität – im November 2018 gemeinsam gegründeten ‘Brandenburgischen Netzwerks für die Karriereentwicklung promovierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler‘ – kurz ‘Postdoc Network Brandenburg‘. Ziel der landesweiten Kooperation ist sowohl die Breiten- als auch Spitzenförderung von Postdocs. So bietet das Netzwerk u.a.im Rahmen der Spitzenförderung nationalen und internationalen Nachwuchsforschenden die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Laufbahn zu unterstützen, indem sie Forschungsprojekte in ihrem Fachgebiet an einer Brandenburger Universität ihrer Wahl durchführen.

Weitere Informationen in der anhängenden Pressemitteilung des MWFK oder hier.

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