Fördermittel für Stadtentwicklung in Eberswalde

Bauminister Guido Beermann hat heute im Rahmen einer digitalen Übergabe der Stadt Eberswalde Fördermittel in Höhe von 4,3 Millionen Euro für weitere Stadtentwicklungsprojekte ausgereicht. Bund und Land stellen aus den neuen Programmen „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ Geld unter anderem für die soziale Infrastruktur und die Aufwertung bereit.

Guido Beermann: „Eberswalde ist es durch die Kombination verschiedener Städtebauförderprogramme gelungen, die Innenstadt zu beleben und auch das Brandenburgische Viertel zu stabilisieren. Durch die gute Verkehrsanbindung an Berlin ist die Stadt auch ein attraktiver Wohnstandort. Diesen eingeschlagenen Weg wollen wir mit den bewilligten Fördermitteln weiter unterstützen. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft und wir wollen für gute Betreuungsmöglichkeiten sorgen und fördern den Neubau eines Hortes im Brandenburgischen Viertel.“

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung bewilligt für das Programmjahr 2020 4,3 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel in folgenden Teilprogrammen:

Sozialer Zusammenhalt (SZH)

Im Programmjahr 2020 werden 2,8 Millionen Euro für das „Brandenburgisches Viertel“

bewilligt. Die Mittel sollen für den Hortneubau in der Kyritzer Straße 17 eingesetzt werden.

Das Ziel des neuen Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ ist die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Damit soll u.a. ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, der Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden. Das Programm bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich vor allem durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement werden stärker betont.

Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WNE) Teilprogramm – Aufwertung

1,5 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel sind unter anderem für Projekte der sozialen Infrastruktur vorgesehen. Zu nennen sind hier die Sanierung des denkmalgeschützten Rathauskomplexes (Rathaus, Barockhaus) sowie die Sanierung des Einzeldenkmals Bruno-H.-Bürgel-Schule. Ein zweiter Schwerpunkt besteht nach wie vor in der Aufwertung öffentlicher Räume in der Stadtmitte sowie in Finow Zentrum.

Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere“ wurde das ehemalige Stadtumbauprogramm weiterentwickelt.  Es soll die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung von demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Bereich der Stadterneuerung und Stadtentwicklung unterstützen. Mit dem Programm sollen Projekte in Gebieten gefördert werden, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Ziel ist es, das Wachstum und die nachhaltige Erneuerung dieser Gebiete zu lebenswerten Quartieren zu fördern.

Eberswalde hat seit 1991 rund 70 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Mit rund 142 Millionen Euro wurden rund 4.800 Wohnungen um-, aus- und neugebaut.

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