Fördermittel für Stadtentwicklungsprojekte in Finsterwalde

Baustaatssekretär Rainer Genilke hat der Stadt Finsterwalde Fördermittel in Höhe von 750.000 Euro für weitere Stadtentwicklungsprojekte aus dem neuen Programm „Lebendige Zentren“ übergeben.

 

Rainer Genilke: „Finsterwalde ist in den vergangenen Jahren gut vorangekommen bei der Stadtentwicklung. Dabei hat die Stadt vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Umland gesetzt. Sowohl im von der Europäischen Union finanzierten Stadt-Umland-Wettbewerb als auch im Städtebauförderprogramm ‚Kleinere Städte und Gemeinden‘ ist Finsterwalde als Leadpartner vertreten. Damit soll die Region für Zuzügler und Investoren, aber auch für die Bevölkerung attraktiver werden. Prominentes Beispiel ist die ehemalige Schäfer‘sche Tuchfabrik. Das denkmalgeschützte Ensemble verkörpert städtische Industriegeschichte. Ich freue mich, dass es bald eine neue Nutzung geben wird. Mit dem Neubau der Veranstaltungshalle wird ein attraktiver Anziehungspunkt für die Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt Finsterwalde und der Umlandgemeinden geschaffen.  Nicht unerwähnt bleiben soll die Einweihung des Knotenpunkts Brückenkopfkreuzung im Sommer vergangenen Jahres, womit die mehrjährige Sanierung der Berliner Straße abgeschlossen wurde. Damit ist die Innenstadt besser erreichbar und die geplante Umgestaltung der Bahnhofsstraße kann in Angriff genommen werden. Wir wollen Finsterwalde weiter bei der erfolgreichen Stadtentwicklung unterstützen und führen die Förderung im Programm ‚Lebendige Zentren‘ fort.“

Stadtentwicklung

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat für das Programmjahr 2020 750.000 Euro Bundes- und Landesmittel aus dem Programm „Lebendige Zentren“. Die Fördermittel stehen bis 2024 zur Verfügung und sollen für die Sanierung der ehemaligen Schäfer´schen Tuchfabrik, insbesondere für die zum Denkmalensemble gehörenden Bauten Fabrikschornstein und Heizhaus eingesetzt werden.

Lebendige Zentren (LZ)

 

Im Sinne der Zielstellungen der bisherigen Programme „Aktive Stadtzentren“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ werden mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ die Anpassung, Stärkung und Revitalisierung und der Erhalt von Stadt- und Ortskernen, historischen Altstädten, Stadtteil- und Ortszentren, die Profilierung und Standortaufwertung sowie der Erhalt und die Förderung von Nutzungsvielfalt unterstützt. Ziel ist die Entwicklung der Zentren zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur.

 

Finsterwalde ist Mittelzentrum, Bestandteil des Regionalen Wachstumskerns (RWK) Westlausitz und Bestandteil des Mittelbereiches Sängerstadtregion. Seit 1992 wurde die Stadtentwicklung in Finsterwalde aus verschiedenen Landesbauprogrammen und Bund-Länder-Programmen unterstützt, insgesamt wurden Zuwendungen in Höhe von rund 39 Millionen Euro von Bund und Land bereitgestellt. Darüber hinaus ist der Einsatz von Mitteln der Wohnraumförderung seit 1991 für die erfolgreiche Stadtentwicklung von großer Bedeutung. Es wurden rund 36 Millionen Euro für 1.700 Wohnungen bewilligt.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) aus dem Jahr 2009 wurde 2015 fortgeschrieben und ist die Grundlage der weiteren Stadtentwicklung. Darin wird das Ziel formuliert, die mittelzentralen Funktionen zu stabilisieren und die Innenstadt zu stärken. Räumlicher Schwerpunkt ist der gesamte Bereich der Innenstadt, der südlich der Bahnlinie beginnt und bis zum Schlosspark reicht.

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