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Formel-1-Legende Niki Lauda ist gestorben

Der dreifache Formel-1-Weltmeister und Flug-Unternehmer Niki Lauda ist tot. Der Österreicher starb am Montag im Alter von 70Jahren, wie sein Arzt in der Nacht zum Dienstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

In einer Mitteilung, die eine Sprecherin der Fluggesellschaft Laudamotion im Namen der Familie Lauda schrieb, heißt es: „In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019, im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich.“

Niki Lauda wurde am 22. Februar 1949 als Nikolaus Andreas Lauda in Wien geboren. Seit seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring 1976, den er nur knapp überlebte, hatte er immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu tun. Nicht nur seine Kopfhaut erlitt dabei schwere Verbrennungen. Der spätere Airline-Besitzer zog sich unter anderem auch Verätzungen der Lunge zu.

Im Sommer vergangenen Jahres war Lauda eine Lunge transplantiert worden. Nach einer Grippe-Erkrankung musste er im Januar erneut im Krankenhaus behandelt werden. Anlässlich seines 70. Geburtstages am 22. Februar hatte sich Lauda noch in einer kurzen Audio-Botschaft beim ORF für die Glückwünsche mit den Worten bedankt: „Ich komme wieder zurück und es geht volle Pulle bergauf.“ Der dreimalige Weltmeister agierte seit 2012 als Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams.

Durch Spätfolgen des Unfalls hatte Lauda sich schon zweimal einer Nierentransplantation unterziehen müssen. Lauda hat aus erster Ehe zwei Söhne und aus seiner Ehe mit Birgit Lauda achtjährige Zwillinge.

„Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle“, heißt es in der Mitteilung zu Laudas Tod. „Abseits der Öffentlichkeit war er ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. Er wird uns sehr fehlen.“

Legendär wurde Lauda, weil er nur 42 Tage nach dem Crash auf dem Nürburgring bereits wieder im Cockpit seines Rennwagens saß. Das folgende WM-Duell mit dem Briten James Hunt war 2013 im Film „Rush“ im Kino zu sehen. Bei seinem ersten Rennen nach dem Unfall wurde er in Monza Vierter. „Die schnelle Rückkehr gehörte zu meiner Strategie, nicht lange daheim zu sitzen und darüber nachzugrübeln, warum und wieso mir das Ganze widerfahren ist“, sagte er später.

Lauda war bereits 1975 erstmals Weltmeister geworden. Ein Jahr nach dem Unfall gewann er seinen zweiten, 1984 seinen dritten WM-Titel. 1985 trat er zurück. An seine aktive Sportlerkarriere schloss der Industriellensohn nahtlos eine Laufbahn als Unternehmer an. Aus seiner Begeisterung für das Fliegen entwickelte er als Pilot seine eigene Airline. 1991 erlebte die Fluggesellschaft ihre dunkelste Stunde mit dem Absturz einer Maschine in Thailand. 223 Menschen kamen um. Ende der 1990er Jahre verkaufte er Lauda an den Konkurrenten Austrian Airlines. 2003 ging er mit einer neuen Flotte unter dem Namen Niki an den Start.

Bei Niki stieg ihr Gründer 2011 aus. Air Berlin übernahm die Linie. Mit der Firma Laudamotion stieg Lauda Anfang 2016 ins Geschäft mit Privatjets ein. Nach den Pleiten von Air Berlin und Niki übernahm er die Führung bei Niki erneut und brachte das Unternehmen unter dem Namen Laudamotion wieder an den Start. Wenig später holte er Ryanair als neuen Anteilseigner ins Boot.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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