Fotoausstellung im Potsdam Museum: „Neunundachtzig/Neunzig. Momentaufnahmen des letzten Jahres der DDR in Potsdam“

Museum fragt nach persönlichen Erinnerungen aus Potsdam im Wendejahr

Ab 5. September 2020 zeigt das Potsdam Museum in der Foyerausstellung „Neunundachtzig/Neunzig. Momentaufnahmen des letzten Jahres der DDR in Potsdam“ Fotografien, die Schlaglichter auf das letzte Jahr der DDR in Potsdam werfen.

„Die sogenannte ,Wende‘ in der DDR, die Zeit zwischen der großen Fluchtwelle im Sommer 1989 und der deutschen Einheit im Herbst 1990, ist für viele Menschen geprägt von Umbruch, Erneuerung und vor allem aber von Hoffnung – Hoffnung auf politische Reformen und besonders auf Veränderungen im persönlichen Leben“, sagt die Direktorin des Potsdam Museums, Dr. Jutta Götzmann. „In niemals vorstellbarer Art und Weise sowie in unglaublicher Geschwindigkeit verändern sich in diesem Jahr etablierte Strukturen und zahlreiche Biografien. Dabei ist diese Zeit des Dazwischen auch eine der großen Unsicherheit: Gewohntes, ja bisher Gelebtes bricht auseinander und weg, das gewünschte Andere oder Neue ist noch nicht erlebbar und die Zukunft – beruflich, politisch und vor allem privat – oftmals unklar“, ergänzt Dr. Wenke Nitz, Ko-Kuratorin der Ausstellung.

Das turbulente Jahr 1989/90 nimmt das Ausstellungsteam anhand von Fotografien und Dokumenten aus der Museumssammlung in der Ausstellung in den Blick. Gezeigt werden Aufnahmen des Protests, der Maueröffnung sowie des sich verändernden politischen wie gesellschaftlichen Lebens in Potsdam – einer Stadt, in der auf Grund ihrer direkten Grenze zu West-Berlin die Teilung Deutschlands stets im Alltag spürbar war.

Das Potsdam Museum ist sehr an persönlichen Erinnerungen interessiert und fragt im Zuge dieser Ausstellung die Potsdamerinnen und Potsdamer: Haben Sie selbst diese Zeit in Potsdam erlebt? Woran erinnern Sie sich? „Vielleicht teilen Sie ja Ihr ‚Wendeschlüsselereignis´ mit uns, damit es in das Gedächtnis der Stadt, in unsere Sammlung eingehen kann. Wir sind gespannt auf Ihre Geschichten!“, so Dr. Wenke Nitz. Einsendungen sind möglich per Post (zum Beispiel mit der Ausstellungs-Postkarte) oder per E-Mail an neunundachtzig.neunzig@rathaus.potsdam.de.

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