Fund im Park Babelsberg – Originalteile der Beeteinfassungen des Goldenen Rosengartens geborgen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) konnte am 12. und 13. April 2021 im Pleasureground des Parks Babelsberg in Potsdam Teile von originalen Beeteinfassungen aus dem 19. Jahrhundert bergen. Sie lagen 10 bis 20 Zentimeter unter der Rasenoberfläche unweit des Rosengartens im Boden. Die schweren gusseisernen Spolien in Form von Tauwerk und Tauwerkschleifen sind nahezu vollständig und unbeschädigt erhalten und nun deponiert.

Der Goldene Rosengarten mit der Reiherfontäne ist einer der drei Einzelgärten im Pleasureground. Er wurde nach 1845 von Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) nach dem Vorbild des Rosengartens von Ashridge Park in der englischen Grafschaft Hertfordshire angelegt. Durch die vergoldeten Beeteinfassungen war er auch in den Herbst- und Wintermonaten eine Attraktion. Nach 1945 war der Rosengarten nur noch rudimentär erlebbar. Im Jahr 2004 konnte die SPSG die Anlage wiederherstellen und die Beeteinfassungen aus vergoldetem Tauwerk nach Originalteilen rekonstruieren. Leider sind die Vergoldungen dieser Beeteinfassungen inzwischen stark verblichen. Vielleicht kann eine Neuvergoldung in Zukunft durch Spenden ermöglicht werden. Der Rosengarten ist heute wieder mit historischen Rosensorten bepflanzt, die in einem Reisebericht von 1858 überliefert sind.

Der Fund erfolgte im Rahmen vorbereitender Bodenarbeiten für die Restaurierung historischer Pflanzflächen im Pleasureground. Bereits im Herbst 2020 wurde hier mit Gehölzpflanzungen begonnen, um die Vielfalt und Schönheit der auf Pückler zurückgehenden Gartengestaltung in der unmittelbaren Schlossumgebung wiederzugewinnen. Auf historischen Plänen und Bildern sowie in zeitgenössischen Beschreibungen sind abwechslungsreiche Pflanzungen aus Gehölzen und Stauden nachweisbar. Diese werden in den kommenden Jahren sukzessive nachgepflanzt.

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