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Gedenktafel erinnert an die gewaltfreie Besetzung der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit

Vor 30 Jahren haben mutige Potsdamerinnen und Potsdamer die Stasi-Zentrale in der Hegelallee besetzt. Nun erinnert eine Tafel an die Ereignisse vom 5. Dezember 1989, damit dieses Kapitel deutscher Geschichte während der SED-Diktatur nicht vergessen wird. Einige Gebäude, die heute von der Verwaltung der Landeshauptstadt genutzt werden, waren einst die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit.

Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt Potsdam, bedankte sich in ihrer Rede bei den Initiatoren. „Ich hoffe sehr, dass diese Tafel viele Menschen zum Innehalten und zum Lesen einlädt. Ich denke, sie wird Nachdenken auslösen und auch Erstaunen.“

In ihren Reden erinnerten auch Dr. Maria Nooke, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen kommunistischer Diktatur, und Manfred Kruczek, Zeitzeuge der Besetzung und Vorstand des Forums zur kritischen Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte im Land Brandenburg, an die Ereignisse jener Tage 1989. An der Veranstaltung nahm auch Dieter Jetschmanegg, Dezernent für Zentrale Verwaltung der Landeshauptstadt Potsdam, teil.

Auf der Gedenktafel steht: „Auf Initiative des Neuen Forums besetzten Potsdamer Bürgerinnen und Bürger am 5. Dezember 1989 an diesem Ort die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit und setzten gewaltfrei die Auflösung dieses Garanten der SED-Diktatur durch.“ Die Tafel ist am Eingang des Hauses Hegelallee 7 angebracht.

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