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Gedenktafel für Julius Lange enthüllt

Eine Gedenktafel für den Potsdamer Numismatiker Julius Lange (1815-1905) ist am Samstag gemeinsam von Bürgermeister Burkhard Exner und Dr. Hans-Dieter Dannenberg enthüllt worden. Auf Vorschlag von Dannenberg wurde die Tafel durch die Potsdamer Münzfreunde e.V. mit Unterstützung des Numismatischen Arbeitskreis Brandenburg/Preussen sowie der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin 1843 e. V. geschaffen und am früheren Wohnhaus von Julius Lange in der Brandenburger Straße 29 angebracht. „Mit der Gedenktafel ehren wir einen verdienten Bürger der Stadt Potsdam und erinnern an seine ehrenamtliche Arbeit. Die Numismatik wird mit dieser Gedenktafel erstmals im öffentlichen Raum sichtbar“, sagte Burkhard Exner bei der Enthüllung der Gedenktafel.

Julius Lange wurde in Potsdam geboren und war als Fleischermeister tätig. Die Fleischerei befand sich bis 1870 in der Brandenburger Straße 29, in einem der Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten barocken Typenhäuser. Es war 1810 von seinem Vater Johann Friedrich Lange gekauft worden. Lange widmete sich der Münzkunde und half im September 1880 bei der Rettung eines der bedeutendsten Münzfunde, der jemals im Land Brandenburg gemacht wurde. Unter den auf einem Feld in Michendorf gefundenen etwa 2000 Münzen aus den Jahren 1140 bis 1170 befanden sich Prägungen von Albrecht dem Bären und dem zum Christentum übergetretenen letzten Wendenfürsten Pribislaw-Heinrich.

Lange trug wesentlich zur Bergung und Beschreibung zahlreicher Münzschätze bei. Auch das Potsdam-Museum besitzt einige Stücke aus den Sammlungen von Julius Lange. Lange, von dem sich kein Bildnis erhalten hat, war u.a. Mitglied im Verein für die Geschichte Potsdams.

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