Gedenkveranstaltung am 171. Todestag von Max Dortu

Am Freitag, 31. Juli, findet um 14 Uhr an der Grundschule „Max Dortu“ eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 171. Todestages Maximilian Dortus statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Landeshauptstadt Potsdam mit dem Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam e.V. Bei der Gedenkveranstaltung werden die Fachbereichsleiterin für Kultur und Museum der Landeshauptstadt Potsdam, Dr. Birgit-Katharine Seemann, sowie Vertreter des Vereins sprechen.

Am 31. Juli 1849 wurde der Potsdamer Revolutionär Max Dortu standrechtlich erschossen. Er gehört zu den populärsten Freiheitskämpfern der Revolution von 1848/49. Am 29. Juni 1826 in Potsdam geboren, wuchs Max Dortu im barocken Haus der heutigen Dortuschule auf. Der Vater, Justizrat und Stadtverordneter, hatte 1825 das Gebäude mit einem reich ausgestalteten und für Potsdam heute einzigartigen bürgerlichen Rokokosaal erworben.

Nach dem Erwerb der Hochschulreife studierte Max Dortu in Berlin und Heidelberg Rechtswissenschaften und wurde Referendar am Potsdamer Stadtgericht. Mit Ausbruch der Revolution engagierte sich Max Dortu im politischen Verein Potsdams. Auch nahm er an den Barrikadenkämpfen in Berlin teil und versuchte, die Zerschlagung der Revolution mit radikalen Mitteln zu verhindern. Steckbrieflich gesucht, floh Max Dortu und schloss sich der badischen Revolutionsarmee an. Nach seiner Verhaftung und Verurteilung zum Tode starb Max Dortu für seine Ideale von Freiheit und Mitbestimmung.

In Potsdam erinnert die Dortustraße an die Familie des Freiheitskämpfers und die Grundschule „Max Dortu“ an den Revolutionär. Der alle zwei Jahre verliehene und mit 5000 Euro dotierte Max-Dortu-Preis würdigt mutiges und unkonventionelles Engagement für demokratische Grundwerte und für die Freiheit.

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